Theorie und Praxis in der Rechnungslegung: Die Bilanzierung des Goodwill bei den Unternehmen des deutschen Aktienindex (DAX 30)

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Diplomica Verlag, 2008 - 132 Seiten
Unter der Einflussnahme verschiedener Interessengruppen sowie dem Druck, zunehmend konvergente Bilanzierungsregeln zu erlassen, veröffentlichten das FASB im Jahr 2001 und das IASB im Jahr 2005 neue Bilanzierungsregeln für Geschäfts- oder Firmenwerte, die zwei grundlegende Änderungen der konsolidierten Rechnungslegung beinhalten. So ist die Kapitalkonsolidierung infolge eines Unternehmenserwerbs nunmehr ausschließlich nach der Erwerbsmethode durchzuführen. Die Möglichkeit der Kapitalkonsolidierung nach der umstrittenen Methode der Interessenzusammenführung, welche technisch bedingt nicht zur Entstehung eines Geschäfts- oder Firmenwerts führte, entfällt. Als zweite wesentliche Neuerung gilt die unter dem Begriff Impairment-Only Approach bekannte Neuregelung der Folgebewertung des Geschäfts- oder Firmenwerts. Dieser wird nicht mehr als Vermögenswert mit endlicher Nutzungsdauer verstanden, so dass seine planmäßige Abschreibung entfällt und sich sein Werteverzehr ausschließlich im Rahmen eines jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests widerspiegelt. Der Impairment-Only Approach wird in der Literatur als politischer Preis bezeichnet, ohne den das FASB die Abschaffung der Interessenzusammenführungsmethode nicht hätte durchsetzen können. Hauptkritikpunkt der Regeln ist, dass Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte vermieden werden und Unternehmen im Extremfall die erheblichen Ermessensspielräume zur strategischen Planung der Abschreibungen nutzen können. Die vorliegenden Arbeit erörtert die für den Geschäfts- oder Firmenwert relevanten Bilanzierungsfragen sowohl unter Beachtung der Rechnungslegungsvorschriften der IFRS als auch der US-GAAP und skizziert die wesentlichen Unterschiede beider Regelwerke. Basierend auf dieser Ausarbeitung erfolgt eine Untersuchung der praktischen Umsetzung der Vorschriften anhand der Jahresabschlüsse der DAX 30-Unternehmen, wobei insbesondere zwei Fragen im Vordergrund stehen: Zum einen wird analysiert, wie sich die Unterschiede in den Regelwerken der IFRS und der US-GAAP auf die Jahresabschlüsse auswirken. Darüber hinaus wird erörtert, welche Faktoren zu außerplanmäßigen Abschreibungen führen und inwiefern diejenigen Unternehmen, deren Jahresergebnisse nicht durch diese belastet sind, Gemeinsamkeiten aufweisen.

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Über den Autor (2008)

Benjamin Alka studierte Betriebswirtschaftslehre mit den Schwerpunkten internationale Rechnungslegung (IFRS) und Konzernrechnungslegung an der FH NORDAKADEMIE Elmshorn und an der Northeastern University, Boston. Herr Alka arbeitet seit seinem Studienabschluss als Unternehmensberater mit dem Tätigkeitsschwerpunkt Konzernkonsolidierung bei der IDS Scheer AG in Hamburg. Ferner beschäftigt er sich im Rahmen eines Projektes der FH NORDAKADEMIE mit Themen der strategischen Unternehmensführung sowie betriebswirtschaftlichen Unternehmensplanspielen.

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