The European Balcony Project: The Emancipation of the European Citizens

Cover
Ulrike Guérot, Verena Humer, Robert Menasse, Milo Rau
Verlag Theater der Zeit, 15.03.2020 - 208 Seiten
#weproclaim! Das Buch zur Vision: Ulrike Guérot, Robert Menasse und Milo Rau riefen am 10. November 2018 in einem eindrucksvollen performativen Akt gemeinsam mit 30 000 Menschen und in über zwanzig Ländern in ganz Europa die Europäische Republik aus. Was für ein historischer Moment! Die Initiatorinnen und Initiatoren des European Balcony Project wollten damit einen Kontrapunkt zum europaweiten Wiedererstarken von Nationalismen setzen. Die rege Beteiligung zahlreicher Bürger sowie Institutionen hat gezeigt, dass der Wunsch nach einem demokratischen Europa, in dem für alle Bürger gleicher Zugang zu allen Rechten gewährleistet wird, nicht mehr ignoriert werden kann. Diese Publikation spiegelt die Intention des andauernden Projekts der Europäischen Republik

Im Buch

Ausgewählte Seiten

Inhalt

Inhalt
7
Manifesto
25
Cent ans après la Grande Guerre proclamons la République européenne Julien Deroin
80
A Manifesto Against the European Republic Marco Mosbæk Olsson
95
Je rêve dune République européenne Etienne VaccaroGrange A Public Matter Anca Danaila 108
108
Un Balcone per lEuropa Manifestazione a Napoli Elmar Zorn
124
Urheberrecht

Häufige Begriffe und Wortgruppen

Autoren-Profil (2020)

Ulrike Guérot ist Politikwissenschaftlerin, Gründerin und Direktorin des European Democracy Labs an der European School of Governance (EUSG) in Berlin und seit Frühjahr 2016 Professorin und Leiterin des Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität Krems/Österreich. Sie hat zwanzig Jahre in Thinktanks in Paris, Brüssel, London, Washington und Berlin zu Fragen der europäischen Integration und Europas in der Welt gearbeitet und kennt EU-Europa, seine Institutionen und Schwächen wie kein(e) zweite(r). Verena Humer ist Kulturwissenschaftlerin und Germanistin. Am Elfriede Jelinek Forschungszentrum Wien leitete sie bis 2017 das Projekt und die Publikation "Ökonomie und Gender. Künstlerische Reflexionen von Frauen in Österreich zwischen 1968 und heute". Als Vortragende und Organisatorin zahlreicher Konferenzen und Kultur-Beraterin sowie Dramaturgin international Kulturschaffender verfügt sie über ein europaweites Netzwerk. 2018 übernahm sie die Projektleitung des European Balcony Project am European Democracy Lab Berlin. Seit 2019 setzt sie sich als stv. Geschäftsführerin der Kulturplattform Oberöstererreich (KUPF OÖ) durch Beratung, Lobbying und Öffentlichkeitsarbeit für die Interessen Freier Kulturschaffender ein. Robert Menasse studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den "Typus des Außenseiters im Literaturbetrieb". Menasse lehrte anschließend sechs Jahre – zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie – an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u. a. über Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien. Milo Rau studierte Soziologie, Germanistik und Romanistik in Paris, Zürich und Berlin, u. a. bei Tzvetan Todorov und Pierre Bourdieu. Ab 1997 erste Reportagereisen (Chiapas, Kuba), ab 2000 tätig als Autor für die "Neue Zürcher Zeitung", ab 2003 Arbeit als Regisseur und Autor im In- und Ausland, u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin, Staatsschauspiel Dresden, HAU Berlin, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Teatrul Odeon Bukarest und Beursschouwburg Brüssel. Milo Rau gründete im Jahr 2007 für die Produktion und Auswertung seiner künstlerischen Arbeiten die Theater- und Filmproduktionsgesellschaft IIPM, die er seitdem leitet. Seine Theaterinszenierungen und Filme wurden zu den wichtigsten nationalen und internationalen Festivals eingeladen, u. a. zum "Festival d'Avignon", zum "Berliner Theatertreffen", dem "Noorderzon Festival Groningen", den "Wiener Festwochen", dem "Kunstenfestival Brüssel" und zu "Radikal Jung", wo er mit dem Regie- und Kritikerpreis ausgezeichnet wurde. Neben seiner Arbeit für Bühne und Film ist Milo Rau als Dozent für Regie, Kulturtheorie und soziale Plastik an Universitäten und Kunsthochschulen tätig. Er ist Gründer des IIPM – International Institute of Political Murder und wurde zuletzt mit dem ITI-Preis zum Welttheatertag 2016 und der Saarbrücker Poetikdozentur für Dramatik 2017 geehrt. Ab der Spielzeit 2018/19 ist Rau Künstlerischer Direktor des Nationaltheaters Gent.

Bibliografische Informationen