Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens

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Walter de Gruyter, 03.09.2010 - 633 Seiten
In den »Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens« wird das Schreiben von Studierenden als Entwicklungsphänomen perspektiviert. Die generelle These des Buches ist die, dass das studentische Schreiben einem Entwicklungsprozess unterliegt und damit ein sprachliches Erwerbsphänomen bildet wie andere auch (z.B. Schriftspracherwerb, Erzählerwerb). Anhand eines schreibbiographischen Teilkorpus' (mehrerer Seminararbeiten eines Autors) und anhand zweier experimentell erhobener, quantitativer Teilkorpora (Schreibproben aus einem Lückentest und parodistische Einleitungstexte) werden unterschiedliche Teilleistungen der wissenschaftlichen Textproduktion untersucht: wissenschaftliches Formulieren, wissenschaftliches Einleiten, wissenschaftliche Intertextualität, wissenschaftliches Argumentieren und wissenschaftliche Alltagssprache. Die Rekonstruktion der Ontogenese zeigt eine dreiphasige Entwicklungsbewegung auf, in der zunächst die 'Gegenstandsdimension', dann die 'Diskursdimension' und zuletzt die 'Argumentationsdimension' integrativ aufgebaut werden: Die Studierenden beginnen mit einem Stadium starker Gegenstandsbezogenheit, auf das eine Phase folgt, in der es den Autoren zusehends gelingt, den wissenschaftlichen Forschungsdiskurs in ihr Schreiben zu integrieren, bis sie schließlich dazu fähig sind, eine selbstständige wissenschaftliche Argumentation zu entfalten.
 

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Inhalt

Zur Einfuhrung
1
Die Debatte um das wissenschaftliche Schreiben von Studierenden Instruieren statt Imitieren
5
Vorbereitende Schritte methodische Überlegungen Textproduktanalyse Schreibentwicklungsforschung Wissenschaftslinguistik
69
Studien zur Ontogenese wissenschaftlichen Schreibens
119
Die Ontogenese des wissenschaftlichen Schreibens
485
Warum es so schwierig ist Studierenden das wissenschaftliche Schreiben beizubringen Sieben Dilemmata
527
Anhang
541
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

ähnlich akzeptable allerdings Analyse Ansätze Ansgar Arbeit argumentative Argumentieren Aspekte Augst Ausdruck ausdrucksseitig Autoren beiden Beispiel besonders bestimmte betreffenden Bezugnahme derartige deutlich dialogisch Dimension Diskurs distributionellen drei dritten Hausarbeiten Effekte Ehlich Einleitung Einleitungstexte Einsetzungen einzelnen Entsprechend Entwicklung Entwicklungsniveau epistemisch ersten Hausarbeiten explizit fachlichen fachsprachlichen Fall Feilke fiihrt fiir folgenden Fonnulierungen Formulieren Formulierungen Fragestellung Fremdspracherwerb Funktion funktionale Gegenstand gerade Gliedsatz grammatischen handelt hinsichtlich idiomatisch implizit Informationsvergabe innerhalb insgesamt Intertextualität Kategorie Kohorten Kollokationen kommt Kommunikation Komplexität Konklusion Kontext Konzept Legasthenie Lehrenden Lemer letztlich lexikalische lichen Lücke makrostrukturelle Metakommunikation Modell möglich motiviert muss Nadine Ontogenese Otto Kruse Passagen Perspektive Phänomen Position Prozess realisiert Relator resp Schlussregel Schreibbiographien Schreibdidaktik Schreibkompetenz Schreibprodukt schriftlichen Schriftspracherwerb semantisch Semester Sinne Sonja Sprache sprachlichen Staatsarbeit stark Struktur Strukturelemente studentischen Texte Studie Studienjahr Studierenden syntagmatischen syntaktischer Tabelle tatsächlich Testpersonen Textsorte textuelle Thema unserer unterschiedlichen Weise Wissen wissenschaftliche Texte wissenschaftlichen Alltagssprache wissenschaftlichen Schreibens Zitat zitierten Zusammenhang zweiten Hausarbeit

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