Saubere Folter: Auf den Spuren unsichtbarer Gewalt

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transcript Verlag, 31.05.2015 - 284 Seiten
Abwesenheit ist das, was die Saubere Folter umgibt. Ihre Opfer verschwinden spurlos im rechtlosen Raum. Ihre Praktiken hinterlassen keine Spuren am Körper. Sie bricht das Subjekt tief in seinem Inneren. Carola Hilbrand wagt medien- und kulturwissenschaftliche Annäherungen an die Saubere Folter, die seit Jahrzehnten in Gefangenenlagern von Demokratien zum Verhör verwendet wird. Mit einem Modell analytischer Theatralität legt sie die destruktiv-performativen Wirkmechanismen von Folterpraktiken frei, die unsichtbar und unsagbar sind - am Körper, in der Sprache, im Diskurs. Eine Arbeit am Unmöglichen, die das Verschwinden verfolgt und Unsagbares sagt.
 

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Inhalt

Vorwort
7
1 Eine Phänomenologie der Folter schreiben
9
2 Suche nach dem verlorenen Wort
39
3 Suchbewegungen I Räumlichkeit und Verschwinden
67
4 Suchbewegungen II Inszenierungsstrategien der Sauberen Folter
101
5 Suchbewegungen III Performance und Performativität im Verhör
181
6 Gegen eine Absenz der Sauberen Folter
245
Quellenverzeichnis
261
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2015)

Carola Hilbrand (Dr. phil.), geb. 1986, studierte Medienwissenschaften an der Universität zu Köln und promovierte am International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) und am Institut für Angewandte Theaterwissenschaft der Universität Gießen. Ihre Studie zur Sauberen Folter wurde 2014 mit dem Dr.-Herbert-Stolzenberg-Award ausgezeichnet. Als freie Journalistin war sie u.a. für die Deutsche Presse-Agentur dpa, Tageszeitungen und Fernsehsender tätig. Heute arbeitet die Medienwissenschaftlerin in der Unternehmenskommunikation.

Bibliografische Informationen