Resilienzfördernde Personalführung in Pflegeunternehmen. Eine Handlungsanleitung

Cover
GRIN Verlag, 13.10.2015 - 112 Seiten
Masterarbeit aus dem Jahr 2015 im Fachbereich Führung und Personal - Personalführung, Note: 1,0, Fachhochschule Burgenland, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Zielsetzung dieser Arbeit ist es, der Frage nachzugehen, ob und in welchem Umfang die Personalführung eines Unternehmens einen resilienzfördernden Beitrag leisten kann, um die Bewältigungsfähigkeit der Mitarbeiter nachhaltig zu stärken. Hier stehen vor allem drei Fragen im Fokus: - Welche Faktoren fördern die Resilienz? - Wie können diese Faktoren durch die Personalführung implementiert und gefördert werden? - Wie muss ein Konzept gestaltet sein, welches die Resilienz von Arbeitnehmern in der ambulanten Pflege nachhaltig stärkt? Auf Grundlage dieser Fragestellungen kommt der Autor zu folgenden Thesen: 1. Resilienzfördernde Faktoren in Pflegeunternehmen sind durch die Personal- und Unternehmensführung positiv beeinflussbar. 2. Ein gesundheitsfördernde Unternehmenskultur auf der Grundlage regelmäßiger Supervisionen legt die Grundlage dafür, dass die Mitarbeiterzufriedenheit steigt und mit ihr die Bereitschaft, sich mit den persönlichen Faktoren der Resilienzstärkung aktiv auseinanderzusetzen. 3. Ein ganzheitliches Handlungskonzept, das die Resilienz von Arbeitnehmern in der ambulanten Pflege stärkt, kann nur in einem reflektierten, aktiven Zusammenspiel aller resilienzbeeinflussenden Faktoren auf lange Sicht erfolgreich sein. Diese Arbeit richtet sich an die Personal- und Unternehmensführung von Pflegeunternehmen sowie an deren Beschäftigte. Hierbei soll der Nutzen des Resilienzmodels für die Unternehmen und die Sensibilisierung der Arbeitnehmer für dieses Themenfeld im Vordergrund stehen. Mit ihren klaren Anweisungen ist diese Arbeit als praktische Handlungshilfe und eine geeignete Ergänzung zur Erforschung der Resilienzförderung in Pflegeberufen gedacht.

Was andere dazu sagen - Rezension schreiben

Es wurden keine Rezensionen gefunden.

Andere Ausgaben - Alle anzeigen

Über den Autor (2015)

Pierobon wuchs im badischen Reichenbach auf. In den frühen 80er Jahren begegnete Pierobon in einer Klinik der SRH-Gruppe zahlreichen querschnittsgelähmten jungen Menschen, die mangels adäquater Versorgungsstrukturen oftmals nicht in ihr häusliches Umfeld, sondern in Altenheime entlassen werden mussten. Mit der Gründung des Unternehmens HUMANIS setzte Pierobon diesem Versorgungsdefizit eine seinerzeit innovative Idee entgegen: die häusliche Rund-um-die-Uhr-Betreuung als Alternative zum Alten- und Pflegeheim. Inzwischen werden in Deutschland tausende, meist ältere Menschen, nach dem Muster von Pierobon ́s Rund-um-die-Uhr-Betreuung zu Hause gepflegt. Als Gerontologe richtete Pierobon sein Augenmerk besonders auf die qualitative Weiterentwicklung der pflegefachlichen Leistungen. Die Ergebnisse dieser Bemühungen hielt er unter anderem in Fachaufsätzen und einer Buchpublikation ("Sturzprävention bei älteren Menschen") fest. Zunächst geht es um eine Bestandsaufnahme von Sturzereignissen, auch von nur "Fast-Stürzen". Dies soll eine Abschätzung des Gewichts der einzelnen Risikofaktoren ermöglichen.Diesen Risiken werden dann Ressourcen gegenübergestellt. Bezüglich der Ressourcenallokation empfiehlt sich eine Analyse anhand des SOK-Modells nach Baltes&Baltes. Diesen methodischen Ansatz hat erstmals der Gerontologe Adriano Pierobon 2007 entwickelt und veröffentlicht. Nach dem SOK-Modell werden Ressourcen durch die Elemente Selektion, Optimierung und Kompensation erschlossen. Angewandt auf das Problem des erhöhten Sturzrisikos kann nach Pierobon eine Selektionsentscheidung beispielsweise bedeuten, dass der/die Betroffene nur bei guten Umweltbedingungen ( z.B. keine Schneeglätte) ausserhalb des Hauses geht, eine Optimierung der lokomotorischen Kompetenz kann durch entsprechende Trainingsleistungen erfolgen und eine Kompensation der Defizite kann durch Verwendung geeigneter Hilfsmittel erzielt werden. Als Geschäftsführer eines Pflegedienstes der seit über 27 Jahren besteht, erlebte Pierobon direkt an der Basis die Folgen politischer Entscheidungen für das Pflegepersonal. Mit Einführung der Pflegeversicherung 1995 und den damit zusammenhängenden marktförmigen Strukturierungen des Pflegebereichs, erlebte er praxisnah die Wirkung von Konkurrenzdruck und Arbeitsverdichtung auf das Pflegepersonal und die Pflegeeinrichtungen. Es steht die Frage im Raum, was Vorgesetzte, trotz widriger Umstände, für ihr Personal unterstützend tun können.

Bibliografische Informationen