Peter der Fünfte: Die wahre Geschichte des ukrainischen Diktators

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Verlag am Park, 14.05.2018 - 240 Seiten
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Beide waren einmal ziemlich gute Freunde, Geschäft und Politik verbanden sie miteinander. Wie das in der Ukraine offenkundig so ist: Das eine lässt sich vom anderen schwer trennen, und die politische Macht nutzt man, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein, während man die wirtschaftliche Potenz einsetzt, um für sich Politik zu machen. Onischenko war Poroschenko zu Diensten, als dieser 2014 Präsident wurde. Er klärte für ihn Personalfragen, trug Sporttaschen voller Geld durchs Präsidialamt und nutzte den "Cash-Lift", wie der Fahrstuhl in die Tiefgarage spöttisch genannt wurde, schmierte im Auftrag Abgeordnete, damit Abstimmungen im Parlament die gewünschten Resultate brachten, und löste Eigentums- und andere zwielichtige Probleme. Gemeinhin heißt das Korruption. Die Ukraine rangiert bei der Korruption unter 180 Staaten im untersten Viertel, weshalb die EU inzwischen merklich auf Distanz zur Ukraine ging. Onischenko stieg 2016 aus, übergab dem FBI Dokumente, die zeigten, wie korrupt die politische Elite des Landes ist, insbesondere der Präsident Poroschenko. Erstmals nun publiziert Onischenko seine Beobachtungen und Erfahrungen, die er in der Kiewer Präsidialkanzlei zwischen 2014 und 2016 machte. Sein exklusiver Bericht ist gleichermaßen erhellend wie erschütternd, weil er zeigt, wie weit inzwischen das Land von demokratischen, rechtsstaatlichen Verhältnissen entfernt ist.

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Über den Autor (2018)

Alexander R. Onischenko, geboren 1969 in der Sowjetunion, absolvierte in den 80er Jahren eine höhere Militärschule und wurde in der DDR stationiert. Nach deren Ende stieg er zunächst in den Gebrauchtwagenhandel ein, später engagierte er sich erfolgreich im Gas- und Ölgeschäft. 2012 gewann er ein Direktmandat in der Werchowna Rada, dem Landesparlament der Ukraine. Nach dem Machtwechsel in Kiew wurde er als enger Vertrauter von Präsident Poroschenko u. a. dessen HR-Entscheider, eine Art Personalmanager. Etwa zwei Jahre arbeitete er loyal für das ukrainische Staatsoberhaupt, ehe er von diesem außer Landes getrieben wurde. Seither lebt Onischenko in Westeuropa im Exil. Bekannt ist Onischenko auch als aktiver Springreiter und Sportfunktionär, von 2002 bis 2013 war er Präsident des nationalen Reitsportverbandes der Ukraine. Er nahm an den Olympischen Spielen in in Peking (2008) und London (2012) teil und bereitet sich gegenwärtig auf die Spiele in Tokio (2020) vor. Zudem kandidiert er für das Präsidentenamt 2019 in der Ukraine.

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