Mozarts Tod: ein Rätsel wird gelöst

Cover
Köppen, 2004 - 292 Seiten

Im Buch

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Endlich einmal wird einmal ein Buch über Mozart vorgelegt, das sich nicht darin ergeht, ein Hohelied auf den Musensohn zu singen, der seinen Körper verzehrte, um den Tongöttern zu dienen. Den Ansatz des Autors Ludwig Köppen, Allgemeinplätze zu Mozarts Ableben zu vermeiden und sich strikt an alle erreichbaren Quellen sowie an das historische Umfeld zu halten, finde ich überzeugend und zielführend. Beispielsweise: um seine zentrale These von Mozarts Ansteckung an der Lues (Geschlechtskrankheit) zu untermauern, legt der Autor nicht nur die damaligen medizinischen Gegebenheiten dar, sprich: die Machtlosigkeit der Ärzte im Kampf gegen die verheerenden Verläufe der Lustseuche, sondern er breitet ebenso
die sozialen, kirchlichen und moralischen Bedingungen zur Regierungszeit von Joseph II. aus.
Als Fan von Mozart - der ich auch nach dieser Lektüre geblieben bin - habe ich bisher in keinem Werk über das Genie so tiefe Einblicke in dessen Lebensum-stände und Todeskrankheit erhalten. Seinen Anspruch, das Rätsel um Mozarts Tod zu lösen, hat Köppen schlüssig eingelöst. Freilich will auch er nicht mit einem quasi kriminalistischem Beweis aufwarten (was auch angesichts der verflossenen Zeit ziemlich aussichtslos wäre), doch alle anderen Spekulationen sollten angesichts seiner dichten und in sich widerspruchsfreien Argumentation begraben werden.
Ich habe dieses aufklärerische Buch aus dem Ludwig Köppen Verlag mit grossem Gewinn gelesen und empfehle es wärmstens jedem, der die Wahrheit ebenso liebt wie Mozart.
Foline Wieben.
 

Inhalt

Vorwort
7
Das Ende
31
Die Hypothese
45

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Bibliografische Informationen