"Kool Killer" oder " Der Aufstand der Zeichen" - Zur Medientheorie des Jean Baudrillard

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GRIN Verlag, 2007 - 28 Seiten
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Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Kulturwissenschaften - Allgemeines und Begriffe, Note: 1,3, Humboldt-Universitat zu Berlin, 8 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Baudrillard versteht sich selbst als Kulturkritiker der Postmoderne. Sein Ansatz in "Kool Killer oder Der Aufstand der Zeichen," dem sogenannten Graffiti-Aufsatz von 1975, beschreibt die verzweifelte Suche nach gultigen Kriterien, die Suche nach dem verlorenen Ursprung, die nur scheitern kann. Setzungen etwa durch Vernunft und Wissenschaft werden als willkurliche ― als Ordnungsmuster ― neben anderen aufgefat. Technischer und okonomischer Fortschritt ist nicht mit kulturellem Fortschritt gleichzusetzen. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. Baudrillard analysiert die entstehende zirkulare Leere der kulturellen Debatte, die den Leerlauf ― jede Kritik wird nicht erst nach Virilio in den orbitalen Kreislauf absorbiert ― durch zunehmende Beschleunigung zu kompensieren versucht. (Vgl. Dosser 1999. Zur orbitalen Beschleunigung der Medientechnologien und Virilios Dro-mologie vgl. Morisch, Technikphilosophie bei Paul Virilio, Dromologie, Wurzburg 2002.) Der informationstheoretische Materialismus nach Baudrillards Videowelt und fraktales Subjekt von 1988 lat sich als Rezeptionsformel umschreiben mit "Die Transzendenz ist zerborsten" und ist hernach eine Teilmenge der sogenannten Wilden Ontologie (Foucault). Problematisch an Baudrillards Denken jedoch ist der Versuch, zeit- und erkenntnistheoretische Ansatze der Chaostheorie und Selbstorganisationsforschung unmittelbar auf die Geschichte - die Geschichte der Medien - anzuwenden. (Vgl. Sandbothe, in: Hammel 1996, 133 bis 156.)
 

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