Keine Angst vor dem leeren Blatt: ohne Schreibblockaden durchs Studium

Cover
Campus Verlag, 2000 - 269 Seiten
1 Rezension
Zu viele Studierende, aber auch DoktorandInnen, ja "selbst" ProfessorInnen quälen sich mit dem Schreiben wissenschaftlicher Texte. Das Buch macht Mut und hilft, viele, fast unvermeidlich auftretende Schwierigkeiten beim Abfassen wissenschaftlicher Arbeiten besser und mit weniger Mühe zu bewältigen - für Studierende und wissenschaftliche AutorInnen ein sicherer Gewinn.
 

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Sofort nach dem Untergang der Bismarck betrieb die NS-Propaganda eine Umdeutung des katastrophalen Unternehmens. Das letzte Gefecht wurde und wird auch heutzutage noch zum heroischen Opfergang stilisiert und die behauptete Selbstversenkung mit dem Pathos des im Kampf unüberwundenen Schiffes aufgeladen. Die Bismarck wurde gleichsam zum Symbol des sich der Übermacht trotzig entgegenstellenden, aber letztlich nur durch eigene Hand fallenden mythischen Helden aufgebaut. Der sensationelle Erfolg gegen die damals bereits veraltete HMS Hood diente dabei als Beleg der technischen Überlegenheit Deutschlands.
In der ersten Hälfte des Krieges verfügte die Royal Navy über nur wenige vergleichbar kampfstarke Kriegsschiffe. Mit Ausnahme der unter Beachtung der engen Begrenzungen des Washingtoner Vertrages gebauten King George V-Klasse und der Nelson-Klasse stammten alle britischen Schlachtschiffe noch aus der Zeit des Ersten Weltkriegs. Bewaffnung, Feuerleitausrüstung und vor allem Panzerung waren der Bismarck weit unterlegen. Dies erklärt den schnellen Untergang der Hood, die als Schlachtkreuzer mit generell schwächerer Panzerung konzeptionell nicht für den Kampf gegen Schlachtschiffe ausgelegt und auch technisch unterlegen war. Trotzdem war der Verlust der Hood für die Briten ein harter moralischer Schlag, da der Schlachtkreuzer als der Stolz der britischen Marine galt. Dies wird auch als einer der Gründe genannt, warum die britische Marine so schnell reagierte und die Bismarck direkt verfolgen ließ.
Standfestigkeit und Sinksicherheit war auf deutschen Großkampfschiffen schon im Ersten Weltkrieg wichtiger gewesen als Feuerkraft. Die geringen Totalverluste der deutschen Marine in der Skagerrakschlacht belegen dies.
Auf der Bismarck wurde diese Sinksicherheit durch die konsequente Unterteilung des gesamten Schiffsinneren in wasserdicht voneinander abgeschottete Abteilungen noch übertroffen. Die Durchschlagfestigkeit der Panzerung wurde durch die Verwendung neuartiger, hochwertiger Materialien und weniger durch deren Dicke erreicht. Diese Wotan hart (Wh) und Wotan weich (Ww) genannten Panzerstähle waren schweißbar und mussten nicht mehr auf das Schiff aufgenietet werden. Auf diese Weise ersetzte die Panzerung sogar teilweise die Außenhaut des Schiffes, was eine Gewichtsersparnis bedeutete. In Kombination mit dem gestaffelten System aus hintereinander angeordneten Panzerlagen erreichte man einen verblüffend effektiven Schutz. Allerdings erwies sich auch im Fall der beiden Treffer, die die Prince of Wales auf der Bismarck erzielte, dass ein Großkampfschiff im Kreuzerkrieg schon durch leichte Gefechtsschäden gezwungen werden konnte, die Unternehmung abzubrechen. Derartige Treffer, die zwar nicht die See- und Fahrtüchtigkeit einschränkten, konnten das Schiff dennoch an der Rückkehr in die Heimatgewässer hindern. Das gleiche Schicksal hatte zuvor bereits die Admiral Graf Spee erlitten.
Obwohl im Endkampf die britischen Schiffe auf kürzeste Distanz die bereits kampfunfähige Bismarck beschossen, konnten ihre großkalibrigen Granaten den Hauptpanzer noch immer nicht durchschlagen. Paradoxerweise ist aber vermutlich gerade die geringe Entfernung für dieses Phänomen verantwortlich: Die Granaten trafen durch die flache Flugbahn horizontal gegen die starke seitliche Panzerung. Hätten die Briten aus größerer Entfernung geschossen, wären ihre Granaten steiler von oben eingekommen und hätten den schwächeren Deckspanzer oder dessen Böschung durchschlagen können.
Das Ende der Bismarck kündigte darüber hinaus auch bereits das Ende der Schlachtschiff-Ära an. Immer größere und schlagkräftigere Schlachtschiffe zu bauen, erwies sich spätestens mit dem Ende der japanischen Yamato 1945 als Sackgasse. Auch Pearl Harbor hatte bereits 1941 gezeigt, dass Schlachtschiffe gegen eine große Zahl angreifender Flugzeuge nur geringe Überlebenschancen hatten. Das Schlachtschiff ist damit dem Flugzeugträger grundsätzlich unterlegen. Letzterer hat eine größere Reichweite und zielgenauere Waffen. So zeigte sich im
 

Inhalt

Vorwort zur 4 erweiterten Auflage
9
Schreiben im Studium
21
Verfestigte Schreibprobleme
28
Wissenschaftliches Journal führen
35
Einen neuen Anfang machen
44
Wissenschaftliche Textkomposition
71
Die erste wissenschaftliche Hausarbeit
86
Erkenntniswege in wissenschaftlichen
129
Interpretieren
165
Bewerten
177
Arbeitsschritte in wissenschaftlichen
185
Literaturrecherche und Literaturbeschaffung
212
Strukturen finden
220
Erstellen der Rohfassung
228
Überarbeiten der Rohfassung
237
Korrektur und Endfassung
245

Zusammentragen Kompilieren Dokumentieren
138
Systematisieren
146
Theorie konstruieren
157
Umgang mit Zeit bei wissenschaftlichen
246
Literatur
264

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