Informationelle Selbstbestimmung im Privatrecht

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Mohr Siebeck, 2006 - 343 Seiten
English summary: The significance of data protection as a central factor for trust and policy-shaping in the development of a modern information society has been generally recognized. The much lamented lack of enforcement of data protection regulations often leaves the individual unprotected against the desire for information shown by data processing institutions. Benedikt Buchner develops an independent data protection model for private law which puts an end to the unrelated juxtaposition of civil law and data protection law. He shows why it is sensible to choose an independent approach to regulating this in private law. He explains why it is preferable to have a private autonomous reconciliation of interests and how it can be ensured that the private autonomous exercise of the protection of privacy does not remain merely legal fiction. German description: Die Bedeutung des Datenschutzes als zentraler Vertrauens- und Gestaltungsfaktor fur die Entwicklung einer modernen Informationsgesellschaft ist allgemein anerkannt. Bislang wird das Datenschutzrecht dieser Bedeutung im Bereich privater Datenverarbeitung allerdings kaum gerecht. Das viel beklagte Vollzugsdefizit datenschutzrechtlicher Regelungen lasst den Einzelnen oftmals schutzlos gegenuber den Informationsbegehrlichkeiten datenverarbeitender Stellen. Zu begegnen ist diesem Vollzugsdefizit durch eine Starkung individueller Selbstbestimmung im Bereich der privaten Datenverarbeitung. Benedikt Buchner entwickelt hierfur ein eigenstandiges privatrechtliches Datenschutzmodell, welches das beziehungslose Nebeneinander von Zivilrecht und Datenschutzrecht beendet. Primar sind es in einem solchen privatrechtlichen Datenschutzmodell die Beteiligten selbst, die den Konflikt zwischen Datenschutz und Informationsfreiheit im Wege eines privatautonomen Interessenausgleichs auflosen. Im ersten Teil zeigt der Autor, warum es entgegen einer weit verbreiteten Uberzeugung im Datenschutzrecht sachgerecht ist, nach offentlich-rechtlichem und privatrechtlichem Datenschutz zu differenzieren und einen eigenstandigen privatrechtlichen Regelungsansatz zu wahlen. Im zweiten Teil legt er dar, warum ein privatautonomer Interessenausgleich zwischen den Beteiligten gegenuber einem regulatorischen Ansatz vorzuziehen ist und wie sichergestellt werden kann, dass die privatautonome Ausubung informationeller Selbstbestimmung durch den einzelnen Betroffenen trotz bestehender Macht- und Informationsungleichgewichte keine blosse Fiktion bleibt. In einem dritten und letzten Teil entwickelt der Autor die konkreten rechtlichen Rahmenbedingungen fur eine Ausubung informationeller Selbstbestimmung im Privatrechtsverhaltnis.

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Über den Autor (2006)

Benedikt Buchner, Geboren 1970; Studium der Rechtswissenschaften in Munchen, Augsburg und Los Angeles; 1997 Promotion; 2002 LL.M.; 2005 Habilitation; Privatdozent an der Universitat Munchen; SS 2006 Vertretungsprofessur an der Universitat Bremen.

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