Hoch der Äquator! Nieder mit den Polen! Eine sorgenfreie Zukunft im Imperium der Kokosnuss: Erweiterte und kommentierte Neuausgabe mit 7 Abbildungen, davon eine in Farbe

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Books on Demand, 29.03.2012 - 132 Seiten
Der Deutsche August Engelhardt war der erste Hippie, ein Aussteiger, ein Weltverbesserer, den es in die Südsee zog. Auf der Insel Kabakon wollte der nackte Ritter der Kokosnuss sein Paradies des Sonnen- und Palmenkultes verwirklichen. Dieser tragikomische Südsee-Sonderling ist Hauptfigur in Romanen von Christian Kracht und Marc Buhl und einem Theaterstück. Ein Film und ein Musical sind in Planung. Sein nur mehr in wenigen Exemplaren erhaltenes Manifest „Das neue Evangelium für eine sorgenfreie Zukunft“ [*] mit August Bethmann für Vegetarismus, Freikörperkultur und Sonnenkraft liegt erstmals wieder seit hundert Jahren vor, ausführlich kommentiert und analysiert vom Herausgeber Dieter Kiepenkracher mit Autorenbiographien, Zitatensammlung, Schriftenverzeichnis, Personenverzeichnis und Glossar. Im Nachwort lüftet Dieter Kiepenkracher das dunkle Geheimnis um den selbsternannten Kokosapostel. „Hoch der Äquator! Nieder mit den Polen!“ „Die reine Kokosdiät macht unsterblich.“ „Nackter Kokovorismus ist Gottes Wille.“ „Die Kokosnuss ist der Stein der Weisen.“ „Der Sonnenorden wird ein internationales tropisches Weltreich des Fruktivorismus begründen.“ „Was sind Universitäten gegen eine solche Lebensweise?“ [*] August Bethmann, August Engelhardt. Eine sorgenfreie Zukunft: Das neue Evangelium; Tief- u. Weitblicke f. d. Auslese der Menschheit 5., völlig umgearbeitete und erweiterte Auflage. Bethmann & Engelhardt, Kabakon bei Herbertshöhe 1906.

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Über den Autor (2012)

August Engelhardt war der erste Hippie, ein Aussteiger, ein Weltverbesserer, den es in die Südsee zog. August Engelhardt wurde in Nürnberg geboren. Während seiner Lehrzeit in einer Apotheke begann er sich für die Lebensreformbewegung zu interessieren - für Vegetarismus, Freikörperkultur und Sonnenkraft. Mit seinem Erbe kaufte er eine Kokosplantage auf der Südseeinsel Kabakon. Dort wollte der selbsternannte Kokosapostel des Kokovorismus, der Ritter der Kokosnuss im Adamskostüm, ein tropisches Paradies seines Sonnen- und Plamenkultes verwirklichen. Dieser tragikomische Südsee-Sonderling ist die Hauptfigur in Romanen von Christian Kracht und Marc Buhl und von einem Theaterstück. Ein Film und ein Musical sind in Planung.

Dieter Kiepenkracher lebt in Melbourne. Private und berufliche Umstände hatten ihn gezwungen, seine Universitätslaufbahn abzubrechen. Er wanderte aus, möglichst weit weg von seiner deutschen Heimat. Seine Arbeit über Grenzgänger zur Jahrhundertwende konnte und wollte er zunächst nicht weiterführen. Doch dann erfuhr er im Internet von der Popularität des Kokovoren August Engelhardt.

August Bethmann wurde in einem kleinen Ort zwischen Magdeburg und Leipzig geboren. Erspart blieb dem Autodidakten „das zweifelhafte Vergnügen in einer sogenannten höheren Anstalt auf lateinischen Bänken meinen deutschen Hosenboden durchzuscheuern“. Er schloß sich mit seiner Verlobten dem Kokosapostel August Engelhardt auf der Insel Kabakon an. Dort schrieb er auf Basis seines Ernährungsratgebers mit August Engelhardt das Manifest „Eine sorgenfreie Zukunft, das neue Evangelium“. Als er die Insel verlassen will, verstirbt er unter ungeklärten Umständen, womöglich nach einem Streit mit Engelhardt.

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