Glücksspiel in Deutschland: Ökonomie, Recht, Sucht

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Ihno Gebhardt, Sabine Miriam Grüsser-Sinopoli
Walter de Gruyter, 26.02.2009 - 759 Seiten

Mit seiner Sportwetten-Grundsatzentscheidung vom 28. März 2006 hat das Bundesverfassungsgericht die verfassungsrechtlichen Rahmenbedingungen für das Glücksspielwesen in Deutschland präzisiert und den Gesetzgeber mit dessen Neuregelung beauftragt. Zum 1. Januar 2008 ist mit dem von allen Länderparlamenten ratifizierten Glücksspielstaatsvertrag und ergänzenden Landesgesetzen ein neues Glücksspielrecht in Deutschland in Kraft getreten.

Allein die Ziele der Suchtvermeidung und Suchtbekämpfung rechtfertigen nach den Feststellungen des Bundesverfassungsgerichts Glücksspielmonopole, durch die private Glücksspielanbieter vom deutschen Glücksspielmarkt ausgeschlossen werden. Damit rücken neben ökonomischen und rechtlichen Fragen gerade auch die Erkenntnisse der Glücksspielsucht-Forschung in den Mittelpunkt des Interesses. Dem versucht dieses interdisziplinär angelegte Buch Rechnung zu tragen, indem namhafte Wissenschaftler und Praktiker - Ökonomen, Juristen, Suchtfachleute - das Glücksspielwesen umfassend analysieren. Die Autoren beziehen Position und verdeutlichen die unterschiedlichen Sichtweisen und Interessenlagen zum Thema. Das Buch gibt dem Leser zugleich eine Idee von der geschichtlichen Dimension und der Bedeutung des Glücksspiels für den Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt.

 

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Inhalt

1 Einführung und Übersicht
3
2 Zur Lotteriegeschichte
11
3 Ökonomie des Glücksspiels
30
4 Struktur und ökonomische Beurteilung des Sportwettenmarktes in Deutschland
56
5 Der Markt für Spielbanken in Deutschland
93
6 Die Sicht der privaten Fernsehsender zur Regelung des Glücksspiels
113
7 Zivilrechtliche Grundlagen des Glücksspiels
133
8 Die Strafbarkeit von Glücksspiel insbesondere der Sportwetten unter Berücksichtigung des Europarechts
137
19 Das bundesrechtliche Regelkonvolut zum Glücks und Gewinnspiel
394
20 Das gewerbliche Spielrecht
399
21 Die Neuregelung des Glücksspielwesens in Deutschland
421
22 Spielbankenrecht
464
23 Klassenlotterien gestern heute morgen?
501
24 Glücksspiel und Sucht eine Vorbemerkung
535
diagnostische und klinische Aspekte
538
26 Wie kann Suchtverhalten entstehen?
561

9 Zur Einschränkung strafrechtlicher Verantwortung infolge von Spielsucht
156
10 Verfassungsrechtliche Aspekte des deutschen Glücksspielrechts
178
11 Europäische Aspekte zur Lage des Glücksspiels
192
12 Der gemeinschaftsrechtliche Rahmen für Glücksspiele
216
13 Steuerrechtliche Aspekte der Rechtsprechung des EuGH im Bereich des Glücksspiels
237
14 GlücksspielDienstleistungen im Lichte des WTORechts
255
15 Zur aktuellen Situation des Glücksspielwesens in Deutschland
276
16 Glücksspiel im Kartellrecht
288
17 Glücksspiel und Jugendmedienschutz
326
18 Glücksspiel im und über Internet
359
27 Die Behandlung pathologischen Glücksspiels
575
I Glücksspielstaatsvertrag
597
II Erläuterungen zum Glücksspielstaatsvertrag
609
III Glücksspielstaatsvertrag und Erläuterungen englische Übersetzung
629
IV Glücksspielstaatsvertrag und Erläuterungen französische Übersetzung
662
V Landesrechtliche Vorschriften
695
VI Gesetz zur Ausführung des Staatsvertrages zum Glücksspielwesen in Deutschland des Freistaates Bayern AGGlüStV
698
VII Thüringer Glücksspielgesetz ThürGlüG
704
VIII Gesetz über die Zulassung öffentlicher Spielbanken im Land Brandenburg Spielbankgesetz SpielbG
713
Urheberrecht

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Häufige Begriffe und Wortgruppen

Über den Autor (2009)

Norman Albers, Deutscher Buchmacherverband, Essen; Doris Albrecht, Institut für Medizinische Psychologie, Charité Berlin; Peter Bendixen, Privatuniversität für Wirtschaft und Ethik, Wien; Jobst Böning, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Würzburg, Deutsche Hauptstelle gegen die Suchtgefahren e.V. (DHS); Johannes Dietlein, Universität Düsseldorf; Jörg Ennuschat, Universität Konstanz; Ilona Füchtenschnieder, Fachverband Glücksspielsucht e.V., Herford; Ihno Gebhardt, Innenministerium des Landes Brandenburg, Potsdam;Sabine Miriam Grüsser-Sinopoli , Universität Mainz; Josef Hoch, Landgericht Berlin; Lothar Hübl, Universität Hannover; Stefan Korte, Universität Göttingen; K. Peter Mailänder/Peter Mailänder, Rechtsanwälte Haver & Mailänder, Stuttgart; Martin K. Moser, Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften, Luxembourg; Hans-Jörg Odenthal, Kanzlei Odenthal & Repschläger, Köln; Dirk Postel, Innenministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Magdeburg; Gerhard Rombach, Süddeutsche Klassenlotterie, München; Philippe Vlaemminck, Lawfirm Vlaemminck & Partners, Gent, Belge; Winfried Wortmann , Westdeutsche Lotterie, Münster, Association of European Lotteries.

Bibliografische Informationen