Etablierung von Hochdurchsatz-PCR-Testsystemen für HIV-1 und HBV zur Blutspendertestung

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Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, 2001

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Wäre interessant, wer die so schnell geschrieben hat. Oder obe es eine zusammenkopierte Version voeheriger gemeinsamer wissenschaftlicher Artikel ist. Hier sollte unbedingt ganauer nachgeforscht werden, allein um Herrn Drosten zu entlasten.

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Der aktuelle Wissensstand ist der folgender: Herr Drosten dürfte im Jahr 2003 gemäß § 12 Abs. 1 b der damals gültigen Promotionsordnung drei gebundene Exemplare (und nicht 30) seiner Dissertation ordnungsgemäß an der Universität abgeliefert haben. Von diesen wurde offenbar kein Exemplar an die Deutsche Nationalbibliothek übermittelt oder diese Exemplare sind sonstwie verloren gegangen. Alle Exemplare sind laut Eigenangabe der Universität Frankfurt (E-Mail an Markus Kühbacher vom Juli 2020) wegen eines Wasserschadens vor einigen Jahren unbenutzbar geworden. So kam es 2020, als plötzlich die Nachfrage nach der Dissertation da war, zu einem Neudruck der Dissertation im Umfang von mindestens vier Exemplaren, die allesamt neue Katalognummern bekommen haben (Scans auf Basis der ursprünglichen Exemplare). Der alte Datensatz mit der unbenutzbar gewordenen Dissertation existiert nicht mehr oder hat nie existiert. Wenn Letzteres zutrifft, würde eine (weitere?) Schlamperei der Universität Frankfurt vorliegen.
Einen endgültigen Beweis, dass Herr Drosten seine Pflichtexemplare abgegeben hat, konnte er mir gegenüber jedoch auch nicht erbringen. In einer E-Mail schreibt er freundlich, dass derzeit „Unsinn“ über seine Dissertation im Netz verbreitet werde und ich mich an die Presseabteilung der Universität Frankfurt wenden möge. Diese hat auf zweimaliges Nachfragen nicht geantwortet. Womöglich hat man auch Angst, dass die Wasserschaden-Geschichte weitere Verschwörungstheorien nähren würde (von einem Wasserschaden in der Bibliothek findet sich kein Hinweis im Netz, nur über Wasserschäden in anderen Gebäuden wurde berichtet). Dem Promotionsausschuss dürften drei Vor-Veröffentlichungen der Dissertation als Nachweis der Veröffentlichung der Dissertation genügt haben. Ich denke, das liegt im Ermessensspielraum des Promotionssausschusses. Meine Rechtsauffassung ist, dass die Bestimmung „Die Dissertation kann vor Einleitung des Prüfungsverfahrens ganz oder teilweise veröffentlicht sein.“ (§ 6 Abs. 5 PromoO) mit der Veröffentlichungspflicht von § 12 insofern kollidieren kann, als eine teilweise Vorveröffentlichung (die bei Herrn Drosten wohl der Fall war) die Bestimmung „wenn die Veröffentlichung in einer Zeitschrift erfolgt ist“ ausschließt, andernfalls der Promovend dem Anspruch auf eine Originalpublikation in einem Journal nicht gerecht werden könnte. Die Bestimmung hätte zumindest heißen müssen: „wenn die Veröffentlichung ganz oder teilweise in einer Zeitschrift erfolgt ist“.
Erstes Update, 07.10.2020, 12:00 Uhr: Das Paper in „Transfusion“ ist nicht die Veröffentlichung der Dissertation von Christian Drosten! Das sechsseitige Paper wurde bereits ein Jahr vor der Dissertation, die mir mittlerweile vorliegt, publiziert. Vielmehr wurde das Paper Teil der späteren Dissertation, worauf auch hingewiesen wird. Es bleibt spannend…!
Redigierte Blogmeldung, 07.10.2020, 10:00 Uhr:
Ich muss gestehen, dass ich dieser Geschichte zunächst wenig Glauben geschenkt habe: Seit einigen Wochen hält sich in der Blogosphäre das Gerücht, die Doktorarbeit von Christian Drosten existiere gar nicht, wurde nie veröffentlicht, wurde abgeändert, verfälscht, gefälscht etc.
Nun habe auch ich genauer hingesehen und kann folgendes berichten: Zunächst: Es gibt eine Doktorarbeit. Aber nicht aus dem Veröffentlichungsjahr! Die Signaturen der Dissertation von Christian Drosten beweisen, dass neue gebundene Exemplare der Doktorarbeit im Jahr 2020 in die Bibliotheken aufgenommen wurden. Zwei Exemplare an der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main tragen die Signaturen „D 126/1286“ und „D 126/1342“. Wie ein einfacher Vergleich zeigt (siehe etwa für das Jahr 2020 hier und für das Jahr 2013 hier), ist die fortlaufende Nummer „D 126“ eine, die auf das laufende Jahr verweist. Die PPC und die MARC21-Darstellung des Katalogeintrags zeigen ebenfalls deutlich, dass der Datensatz im laufenden Jahr angelegt und abgeändert wurde. Das im Frankfurter Bibliothekseintrag verlinkte PDF
 

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