Der Rest des Weges: eine Art Roman

Cover
Champagne and Bonbons Press, 2012 - 216 Seiten
4 Rezensionen
Zum Roman ' Der Rest des Weges' Irgendein Unfall, auf den nicht n her eingegangen wird, ist dem namenlosen Protagonisten, eine Art gescheiterter K nstler, widerfahren; was sowohl seine bisherige Lebensplanung, als auch deren Sinnhaftigkeit in Frage stellt. Zweifel, Ratlosigkeit und eine immer st rker werdende Hilflosigkeit beginnen sein Denken zu beherrschen, w hrend er sich psychisch und auch rein physisch von seinem Umfeld und seiner Familie entfernt und dabei eine immer st rker werdende zynische Abneigung und Distanz gegen ber seiner Mitwelt im Allgemeinen und gegen Gott und die Welt, die er mit mehr als nur kritischer Distanz betrachtet, entwickelt. Dazu - oder deswegen? - liegt seine Beziehung am Boden und ist im wahrsten Sinne des Wortes einer kompletten Sprachlosigkeit gewichen, aus der auszubrechen beide nicht gewillt oder dazu in der Lage sind. Auch der beinahe abg ttisch angebeteten kleinen Tochter kann er kein ad quates Gegen ber mehr sein; was fast unweigerlich dazu f hrt, dass ihn die Partnerin mitsamt Kind verl sst. ber viele der n heren Hintergr nde der Geschichte wird der Leser im Unklaren gelassen, auch wenn immer wieder einzelne R ckblicke ein wenig Licht in das Dunkel zu bringen versuchen. Der Protagonist entpuppt sich nicht nur dabei, sondern auch in der Schilderung seines Alltags als durchausscharfsinniger Beobachter seiner Umwelt und seiner eigenen Geschichte und l sst den Leser an seinen, zum Teildurchaus abgedrehten, aber auch humorvollen Gedankeng ngen und philosophischen Ausschweifungen teilhaben, w hrend er versucht, sein Leben ansatzweise wieder in den Griff zu bekommen. Was ihm allerdings nicht wirklich gelingen mag. Er st rzt vielmehr zusehends aus einer generellen Sinnkrise immer mehr in eine tiefe Depression, bis hin zu psychisch paranoiden und nahezu schizophrenen Zust nden, aus der er in letzter Verzweiflung versucht auszubrechen. Manne Sauters Erstlingsroman ist ein sprachgewaltiges Kleinod ber die ganz pers nlichen Abgr nde des Lebens mit wundervollen philosophischen Gedanken, tiefschwarz und trotzdem einer Menge Humor, auch wenn einem das Lachen immer wieder im Hals stecken bleiben mag.

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Ich bin nun wahrlich kein Literatur-Kritiker. Davon verstehe ich nichts. Ich habe mich für das Buch interessiert, weil der Autor jeden zweiten Samstag im Monat mit mir auf der immergleichen Haupttribüne des immerselben Fussballvereins sitzt.
Und ja, ich höre neben Clapton ( und Wonderful Tonight ist definitv ein geiler Song), Rory Gallagher, und den Stones ab und zu auch mal Jackson Browne (Pop?).
Und ich lese auch mal Stefan Goosen und kann mir kaum das Flennen unterdrücken.
Und ich habe "Der Rest des Weges" heute in einem Rutsch gelesen. Während unser gemeinsamer Verein einen sensationellen Sieg irgendwo kurz vor Österreich eingefahren hat.
Ich fand das Buch, den Plot genial.
Alles,wirklich alles schon mal selbst erlebt.
Ich mag solche Literatur. Bin aber ein 64er. Oldie.
Herzlichen Glückwunsch an Manne Sauter, es ist nicht Jack Kerouac, aber es ist authentisch. Glaubhaft. Geil !
EIN KLASSE ROMAN !
Freue mich auf die im Cover angekündigte Fortsetzung.
Björn
 

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Aber Hallo!
Das Leben ist ja manchmal schon verrückt genug, aber wem das nicht genügt, dem bietet das World Wide Web immer mal wieder vielfältige Trips ins wilde Absurdistan an. Herrlich.
Ich gebe
zu, ich hätte nicht im Traum daran gedacht, davon zu träumen, einmal beinahe in einem Atemzug mit Philippe Djian genannt zu werden, beziehungsweise, sehen zu dürfen, dass seine Bücher ähnlich dem meinen seien … hahaha – nicht während und auch nicht nachdem ich diese „Art Roman“ niedergeschrieben habe. Und auch nicht, als es veröffentlicht wurde.
So ein bisschen stolz kann ich nicht ganz verhehlen, es bauchpinselt das Ego schon ein wenig, auch wenn meine Ehefrau, die Djian eventuell als ihren Lieblingsautor bezeichnen könnte, mich ein wenig überbewertet sehen mag … so in einem Atemzug ...
Seis drum … Sollte jemand durch mich auf Philippe Djian stoßen … nichts dagegen. Selbst die Gegenprobe funktioniert. Und wenn man dann ein wenig geduldig klickt, stößt man vom guten Djian doch beinahe zwangsläufig auf mich. Heidemaritzka.
Hoffentlich sieht Diogenes das auch so ... dann stehen meiner weiteren literarischen Karriere ja demnächst keinerlei weitere Hindernisse im Weg herum. (Sorry, Kristen … ;-))
Soweit so gut, wenn das Web oder der Herr Google das gerne so verknüpft sieht, kann mir das ja durchaus recht sein. Wer bin ICH denn, das bemängeln zu wollen?
Allerdings – so manche Verknüpfungen erscheinen dann doch manchmal etwas - sonderlich. Nicht qualitativ – einfach nur inhaltlich. So habe ich mit der einen oder anderen Verknüpfung, außer dass ich den Autor oder die Autorin sehr schätze, nicht viel gemeinsam. Manchmal nicht einmal die gemeinsame Sprache.
Aber egal … wenn es so einfach ist, dann rücke ich mal kurz meine Lesebrille zurecht, ziehe die Denker- und Poetenstirn in Falten und mache mir mal kurz Gedanken, wer denn in einem Atemzug mit mir genannt werden sollte oder andersrum, oder umgekehrt …
Da purzelt es auch schon heraus:
Kurt Vonnegut, Thich Nhat Hanh, Jack Kerouac, Hermann Hesse, Tomas Tranströmer, Umberto Eco, Andrea Camillieri, Sjowall/Wahlöö, die Bibel, der Koran und Franz Kafka, dann Marlen Haushofer – denn eine Frau muss auch rein in die Liste, und Sebastian Fitzek, auf den steht meine Tochter, also auch rein damit. Puh. Noch was? Klar: Nick Hornby, Agatha Christie, Urs Widmer, Tolkien, der Dalai Lama, Bibi Blocksberg, Astrid Lindgren und Benjamin Blümchen. Und ...
Bei allen kann man nichts falsch machen. Lest sie alle! Ob es andersherum ebenso ist? Wer bin ich das zu beurteilen?
Was soll das nun? Halt, nein, zerrt mich nicht weg! Hilfe, man tut mir Gewalt an, nicht schon wieder die Zwangsjacke, Hilllfffeee! - wir fallen doch noch einige ein …: Edgar Allan Poe, Schiller, Goethe, Heine,, Geoffrey von Mornmouth, Livius, Plato, Archimedes …. Hilfeeee!
Mit schelmischen Grüßen – 'Wer sich zu ernst nimmt, den nehme man nicht allzu ernst!'
Manne Sauter
PS : Zum Abschluss noch ganz ernsthaft: Zwei richtig schöne Rezensionen. Danke dafür, liebe Unbekannten.
 

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