Das Drama des begabten Mädchens: Lebensgeschichten junger Kunstturnerinnen

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Juventa-Verlag, 1991 - 310 Seiten
Junge Mädchen streben nach grandiosen Leistungen, Erfolg und Ruhm. Welche lebensgeschichtlichen Gewinne und Verluste ergeben sich, wenn sie und ihre Eltern diesen Wunsch zum Leitthema von Kindheit werden lassen? Als Modell zur Bearbeitung dieser Frage dient der Autorin dieses Buches die Lebenswelt junger Kunstturnerinnen, die ihr stellvertretend für eine "genialische" weibliche Pubertät und für heute mögliche Kinderlaufbahnen steht. Anhand exemplarischer Porträts zeichnet sie Ambivalenzen des weiblichen Turnerinnen-Körpers, Eltern-Kind-Symbiosen, schwärmerische Trainerbeziehungen, Angstlüste, narzisstische Süchte und Verletzbarkeiten auf. Orientierungslinien der biografischen Gespräche und Textinterpretationen entstehen aus aktueller Narzissmusdiskussion, kulturanalytischen Traditionen, Theorien der Initiation und des jugendlichen Lebenslaufes als Konfiguration von Statuspassagen. Die Studie lässt sich als Lehrstück zur Biografie und Sozialisation junger Frauen wie auch als Beitrag zur Versportung heutiger Kindheit lesen. Die Autorin zieht zudem Verbindungslinien zur pädagogischen Debatte um den Leistungssport im Kindes- und Jugendalter.

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