Badische Sagenbilder in Lied und Reim

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Braun, 1858 - 208 Seiten
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Seite 118 - ... Leb wohl, du, meiner Ahnen Schloß!" Viel heiße Thränen rannen, Doch rastlos ging's von dannen. Da half kein Rath, kein warnend Wort, Ein blind Verlangen trieb ihn fort, Wie einst in bessern Zeiten, In offner Schlacht zu streiten. „Der Feigling sucht den Hinterhalt, Ich trau auf meines Arms Gewalt", So rief er, „kühn Beginnen Muß uns den Sieg gewinnen.
Seite 117 - Herrscherstab, dem Fürstenhut Entsagt der Fürst mit starkem Muth, Und spricht zu seinem Sohne: „Sitz du auf meinem Throne! „Mich ruft zum Kampf die höh're Pflicht, Die Roth ist groß!
Seite 190 - ... O Weidmann, Weidmann komm hervor, Dein Liebchen zu befrei'n!" Horch auf, er ist's, er eilt herbei, Gewaltig trifft sein Streich, Das Unthier sinkt, die Maid ist frei, Doch leichenkalt und bleich. Sie blickt zum letzten Mal ihn an, Der Glück und Tod ihr gab, „Fahr' wohl, herzlieber Iägersmann, Mein Brautkranz fällt in's Grab.
Seite 118 - Nütze folgen Hieb und Stoß, Es donnern die Kanonen, Die Freund und Feind nicht schonen. Und Mancher stürzt' und Mancher sank, Und mancher Kämpe sterbenskrank Hat schweren Tod gelitten, Denn blutig ward gestritten. Es stach der Sonne heister Vrand Den Fürsten, der im Freien stand; Doch kühles Obdach hatten Die Feind
Seite 189 - Ihm zu — mit Ungestüm Umfängt sie, weh! nicht ihr Gesell, Ein lechzend Ungethüm. Ein Wolf, der dort den Durst gestillt, Hat gierig sie umklaut, Vom Blut, das ihrer Brust entquillt, Wird Busch und Moos bethaut. Sie stöhnt und jammert. Hört kein Ohr Ihr herzzerreißend Schrei'n? „O Weidmann, Weidmann komm hervor, Dein Liebchen zu befrei'n!
Seite 79 - Ob auch die Welt in Trümmer geht, Das Kreuz doch unerschüttert steht. Ob auch die Seel' im Kampfe bricht, Herr Jesu Christ, dich laß
Seite 120 - Wird alles Land durchtönen !" So ward der edle Fürst befreit Durch seiner Bürger Tapferkeit, Denn Lieb' ist bessre Wehre, Als Furcht und mächt'ge Heere. Und ihr, ihr Herren edlen Bluts, Begebt euch emes stolzen Muths, Und ehret und bewundert Von Pforzheim die Vierhundert.
Seite 189 - Tannenast: ,,O eile nicht so sehr!" Doch jetzt, nach fast vollbrachtem Lauf, Sieht sie, vom Busch umzweigt, Den Buhlen schon. „Mein Lieb, blick
Seite 120 - Ein Häuflein klein, doch edler Art, Hat um den Fürsten sich geschaart, Aus jener Stadt gebürtig, Des Schwabenlandes würdig. Sie standen vor dem Fürsten dicht, Wie Säulen fest und wankten nicht, Sein theures Haupt zu retten Aus ew'ger Knechtschaft Ketten. Und Mancher stürzt' und Mancher sank, Das Blut der treusten Herzen trank Der nimmersatte Böden, Ein weites Felo von Todten.
Seite 120 - Mancher stürzt' und Mancher sank, Das Blut der treu'sten Herzen trank Der Nimmersatte Boden, Gin weites Feld von Tobten. Sie kämpfte», bis der Letzte blieb. „O weinet nicht, ihr Mütter lieb! Der Nuhm von euern Söhnen Wird alles Land durchtönen!

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