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und macht sie gantz gelenck/ «nd mrd also «macht :Den^
rovfft / und außgenommen ist / soll man m Baum, 0el sieden / blß daß sich oaS Wels«
von den Beinen ablöset/ darnach das Fleisch klein stossen/ und wiederum m vorlgem
Oel sieden/ also wol außpressen/ und behalten.

Das gebrannte Waffer von einem »ungen Storcken ,st gar köstlich zu den lahmen Gliedern und con^Huren/ die Glieder zuvor mit ungesaltzener Krebs. Brüh« gewaschen/ darnach mit dem gebrannten Storcken.Wasser bestrich«/ und a^ um das andere gebraucht. Ist an v.elen/so gar lahm und «mr,a an Gliedern gewesen/ undgantzgerad darvon worden/ offt und vlel probut.

Löffelganß / oder Pelican / pciica^. Lap.23.

Nahmen.

Gestalt.

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Er Pelican oder Löffelganß heist auf Griechisch Nl^,ex«5, Lateinisch?«» lic^nul.Frantzösisch ^-> Hc-». Italiänisch und Hispanisch />,H««».

Wird bey dem ttl» n'll, riat«, zu Teutsch ein Löffler/Löffelganß und ein Fanser genennet. IsteinEgvvti« scher Vogel/hat weisse Federn / einen breiten Schnabel / fast in der Grösse einer Ganß / einen sehr langen Halß / ist gern an einöden wüsten Orten/ und wird derowegen von dem Propheten Esaia unter die einöde und wilde Vögel gezehlet/ da er im 24.Cap. also sagt: Ein Pelican/ und eine Eul/ und ein Kautz und Rabe wird in ihr wohnen. Wlewol andere einen Ollocrotalum daselbst verstehen.

8.uieson7Ml« schreibet in seinen Episteln/ daß der Pelican/ wann seine Jungen von den Schlangen getödtet seon / sehr betrübt sev / schlage oder hacke mit dem Schnabel seine Brust/ daß sie blute/ und erquicke also die Jungen mit solchem Blut/ daß sie wiederum lebendig werden.

Die zweyteFigur deßPelicanS mit dem krummen Schnabel/ ist also von den Mahlern auß der Beschreibung abgemahlet/ wiewol viel daran zweiffeln/ ob solche Historie/ wie sie der H.niewnymuz beschreibet/ wahr sey.

Iliäolus. älbeltu,. und andere schreiben / deß Pelicans Jungen / wann sie erwachsen/ zerkratzen ihrer Mutter Angesicht mit ihren Klauen/ daher werde die Mutter zornig / und ertidte sie. Wann solches geschehen / gereue sie es / verwunde de, rowegen ihre Brust/ und erwärme mit ihrem Blut die Jungen/ daß sie wieder lebendig werden/ darvon werde er nachmahls so schwach/ daß »hn die Jungen hinfort ernähren müssen.

Der äutorOrl» schreibet/ der Pelican mache sein Nest in einer Gruben auf der Erden. Wann nun dl« Vogelfänger ihn sahen wollen / so gehen sie zu der Zeit/ wann er Jungen hat/hin/und legen Küh»Koth ums Nest/und zünden es darnach an. Wann das der alte Pelican von Ferne liehet/ stiege er darzu/ und wolle das Feuer löschen/ schlage derowegen mit seinen Flügeln ins Feuer/ vermevnende/ er wolle es löschen/ zünde es aber vielmehr damit an / also werden ihm seine Flügel vom Feuer verbrannt / dieweil er sich unterstehet/ seineIungen zu retten/ und werdeauch selbst von den Vögelfangern gefangen.

Erhält sich gern am Meer/ und pfleget auch auf demselbigen zu schwimmen. Seine Gall mit Salpeter vermischt / macht die Haut weiß / und vertilget alle derselbigen schwartzen Flecken. Macht das tunckele Silber gleissen / und säubert alleUnreinigkeit.

SchneeSchneeganß/Meerganß/Kropffganß/0noclc)r2iu5.

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Lap.29.

Je Schnee, oder Meerganß wird aufNOmen.

Lateinisch l'ruc,, <3rice Onociotalu,, das

ist/ ein Eselsschreyer/dieweil sie ein Geschrey hat/ wie ein Esel/ Italiänisch ^««0. Frantzösisch c?«^«,^. und Hispanisch <?^,- genannt. Zu Mecheln nennet man sie eine Vo« gelheine/ deren eine wird in derselbigen Stadt von einem alten Weib/ von gemeinem gestiff« ten Kosten/ nun in die sechtzig Jahr/ von Zeiten deß Käysers ^ximiliani, erhalten/ welcher sie an seinem Hof hat gehabt. Und sagt man/ daß dieselbige Ganß in die achtzig Jahr alt sep.

Ihre Gestalt ist fast wie ein Schwan / hat Gestalt, weisse Federn/ aber hinten etwas schwartz. Am untern Theil deß Schnabels hat sie «inenSack/ Kropff/ oder eigenen Schlund anhangen/ darein sie alle Speise erstlich sammlet/ ehe dann sie dieselbige käuet. Dieser Schlund ist also groß/ daßeingestieffetter Mann seinen Fuß mitStieffel und Sporen/ biß an die Knie/ ohneHindernüß und Verletzung deß Schlunds / hinein / und wieder herauß thun mag. Oder wie eine grosse lange Münchs.Kugel.

Die Fischer im Wasser nilo brauchen solche Schnäbel mit dem anhangenden Sack m ihren Nachen/ das Wasser damit außzuschöpffen.

Die Kropff, oder Schneeganß sucht ihre Nahrung an süssen Wassern/ je, doch viel mehr und lieber im Meer/ und sonderlich an denen Orten / dasievielF»sch zu finden verhoffet. Nahret ihre Jungen / wie andere Vögel / mit dem / was sie allbereit verschlucket. Fleugt bißwellen allein/zum öfftern aber Hauffen-weise mit andern ihres Geschlechts / und schlägt in solchem ihrem Fliegen mit den Flügeln / wie die Schwanen. Macht sein Nest an den Ufern der Wasser auß allerhand Gereiß und Aesien der Bäume / und leget so viel Ever/ als der Schwan. Trincket/ welches dann zum höchsten zu verwundern/ das gantzeIahr nur zweymahl/ wie Turnen von ihm schreibet. Führet mit dem Habbich/ Geyer und Raaben gleichsam einen immerwäh, «ndenStreit/ und ist auch den Wachteln von Natur zuwider.

Solche Vögel zu fangen / machen die Weydmänner ein Feuer-auß Küh-Misi um das Nest herum; dann so bald die Alte den Rauch solches Feuers ersehen/stiegen sie hinzu / schlagen mit den Flügeln in das Feuer hinein / in Hoffnung / dasselbige außzulöschen/ und ihre Jungen von dem Verderben zu erretten/ und blasen es aber also allererst recht an/ versengen dardurch die Flügel/ und werden darüber gefangen.

Es haben diese Gänse ein hart Fleisch/ vol< ler Unrath / und eines sehr unleydlichen Ge, ruchs/ und sonderlich die Alte/und eines unlieb, lichen Geschmacks / wann es schon im Wasser und Wein gesotten wird.

PKoenix, Lap.ZO.

I>Er rk«mx heißt auf Griechische^ »Nahmen.
>A Lateinisch und Teutsch rk«nix. Frantzö«
fischte»«. Italiänisch 5«»«. und Hispanisch
Fe»<^. Ist ein fremder Vogel in Arabia/gegen
Aufgang der Sonnen gelegen. Dieser Vogel
lebet fünffhundert Jahr / oder länger/ wie etli»
che von «hm schreiben. Und wann er dann siebet/
Lll; daß

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daß eralt worden ist/sammlet er viel wolriechende Specerey. Kräuter/ und macht einen Haussen/ fleugt hoch über sich zu der Sonnen Glantz/und macht chm mit dem Wind sei» ner Flügel ein Feuer/ und verbrennet sich darinnen selbst/ und stehet wiederum vonder Aschen lebendig auf/wlrd erstlich ein Wurm/und bekommt am dritten Tag Federn.

Gcstalt. Zolin«,: Bey den Arabischen wird der Vogel ?b«n« beschrieben in der Griffe eines Adlers/mit einem schweren harten Kopff/wie ein Pfau/und aufgereckten Federn/ einen harten Schnabel/ amHalß Güldewfarb/ am Hinderntheil Purpurfarb / und am Schwantze/der mit Rosenfarben Federn getheilet wird/ scheinet er Wasserfall».

Nahmt». <N, ^^Er Phasan wird aufGriechisch «P«^«»»'«?,

o^s i.«lne l^l,2lianl!,, Frantzösisch «» ^». Italiänisch ^«»»« /-/<»«, und Hispanisch /Ä>/H genannt. GttiHli^ ^^^Wä^^>!^ Das Phasanen-Männlein oder Hahn ist

einer derallerschünstenVögel/also/daßerauch demPfquen hierinnen nichts bevor gibt/ und tan derowegen weder von den Mahlern schon gnug abgemahlet/ noch auch mit der Feder/ sei» ner Gebühr nach / beschrieben und gerühmet werden. Ist in der Grösse geringer nicht/ und etwan grösser als ein Hahn/ wieget etwan drey oder v«er Pfund / hat einen Hörn färbigen und dicken Schnabel/ eines queer Daumens lang/ so vornen ein wenig gekrümmt/ und spitz. Der Unler»Schnabel ist etwas kürtzer/denn der obere. Der Kopff oben mit schönen Aschen-farben gläntzenden Federn gezieret/ hat breite/ tiefte und runde Ohren/schöne tieff-ligende und Himmel-blaue Augen/einen rochen Ring umdenHalß/ einen schönen Schwantz / mit langen Federn gezieret/ wie gleichfalls auch die Flügel/ von unterschiedlichen schönen Farben/etwan Aschen,farb/ gelb/ und dergleichen. Qrt. Alldieweil dieser Vogel noch wild ist/findet er sich gern an sümpffichten Orten/

da wenig Leut hinkommen. Und wie etliche davon schreiben/ so hat em Hertzog von Sachsen/ r»6er,'cu, genannt/ solcher Vögel dermahleinszweyhundert kaufft/ in das sseld hinauß lauffen / und solche zu sahen oder zu schiessen / bey hoher Straff verbieten lassen/ darauf sie sich dann in demsclbigengantzenLand gewaltig vermehret.

In dem Mertzen und April pflegen sie sich zu vermischen / und legen dieselbige gantze Zeit selten über zwantzig Eyer/ brüten dieselbige/ wie auch von den andern Hüt> nern gesagtworden/in ein und zwantzig Tagen auß.

Sie sind/ nachdem sie erstlich gefangen worden/ dermassen wild/ daß sie auch der Pfauen nicht verschonen / werden auch bey den Hühnern sehr bald zahm.

Unter allen Früchten fressen sie den Habern fast am allerliebsten/ wann man sie aber mästen/ und fett machen wil/ gibt man ihnen den ersten Tag/ nachdem man sie ein» gesperret/ gar nichts/ den andern etwas von Meth oder Wein/ alsdenn Gersten,Meel mit Waffer zu einem Teig gemacht/ folgends dasMeel von Bohnen/ Gersten und Hirsen/und zum allerletzten Leinsaamen gesotten/und mit Gersten.Meel vermischt/ macht auß allen diesen Sachen / mitOehl vermischt / einenBrep / und läßt sie nach il> rem Willen und Genügen darvon essen.

Es «stein närrischerVogel/welcher/wenn er allein den Kopff in die Erde steckt/ mit dem gantzen Leib verborgen zu seyn vermeynet/ und wenn er seinen Schatten in ei, nem Wasser stehet / verliebt er sich dermassen in seine Schöne / daß er von bannen nicht weichen tan/ sondern sich eher mit den Händen greiften und fangen lässet.

Und wenn er sich nicht offt und zeitlich mitStaub besprengt/und gleichsam darinnen wältzet/ brächten ihn die Läuse um.

Wider den Pips oder Fluß läßt man Knoblauch mit zerlassen Bech vermischen/ und ihnen den Schnabel gleichsam stätig damit reiben.

Welchen solche Vögel zu fangen erlaubt/ die brauchen darzu besondere Garn.

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S»e haben elttzart/ liebllch/ und leicht verdaulich Fleisch/ werden dannenhero für «stllch gehalten/ und allein bey grosser Herren Tafeln gespeißt/ dem gemeinen Hübner,Fle,sch weit vorgezogen / und machen ein gut Geblüt.

UHU/Llibo, Fap.32.

A>Ie Mu heißt auf Griechisch st«/«e. Latein Nahmen
o«s nisch 8ul>o, Frantzösisch c/b^«<», und ^-
^«« . Italiänisch ^/-», und Hispanisch^,.
Wird von ihrem Geschrey Uhu genannt. Ist
der Eulen Geschlecht/ ein grosser/ starckerVo«
gel / wohnet gern in alten verfallenen Gebäuen/
und alten Kirchen.

. Die Uhu ist unter allen Nacht-Vögeln der Gestalt, grosse/ und fast nicht geringer/ als ein Adler/Hat ledoch turtzere Schenckel / einen gleichsam abge« stummelten Leib/von Mgendeß kurtzenSchwan« tzes/ einen überaus grossen Kopff/ eine runde Stirn / zwey grosse Ohren / seiner Grösse nach einen kurtzen Halß/ wie alle Raub.Vögel/ einen krummen Schnabel/ und scharffe/ schwartze und krumme Klauen/ grossere Augen/ dann irgend ein anderer Vogel/ welche dermaffel» ungeheuer und ftuerig / daß sie einen allein mit dem blossen Ansehen erschrecken. IyreFedern seynd unterschiedlicher Farben/ nemlich mit schwartzen/ weissen undrbth» lichten Flecken besprengt. Führen ein unlieblich Geheul / welches / wie man darOr hält/ so offt sie sich damit lassen hören/ einen zutunfftigen Krieg/ oder unverhoffte Theurung bedeutet.

Wann man dieses Vogels Hertz einer Frauen unter die lincke Seiten legt / wann Gehein» sie schläfst/ so sagt sie/ wie man schreibet/ alleGeheimnüß/ von welchem sie gefragt nüßG wird. nen.

Kautz/noHuH.Lap.zz.

^Er Kautz heißt auf Griechisch rx«^, Lateinisch lioHu«. Frantzösisch «^« 0«^^««»,. Ilallänisch c«,««. und Hispanisch ^« ^««««<,. Ist in der Grösse wie eine Taube / hat einen grossen Kopff/ so Gestalt, oben etwas eingetruckt / grosse graue Augen / deren Augapffel schwach, rings herum mit einem gelben Circkul / einen krummen, etwas längern und gelben Schnabel. Die Flügel erstrecken sich biß zu dem Ende deßSchwantzes/ die Schenckel seyn biß zu den Füssen voller Federn / die Fuffe dunckel-Aschenfarb / und die Klauen warst und schwartz. Er steucht das Liecht/ und wohnet in Kirchen / säufft das Oel auß den Ampeln. Süplet der Tauben Eyer auß / sähet Mäuß. Und mit ihm kan man auch andere Vögel fangen. Wann aber der Kautz von den Vögeln / die imTag wohnen/ übersetz« wird/ fällt er auf den Rücken/und beschirm« sich milden Klauen.

Kautzen-Blut dienet fast zu der engen Brust / und den schweren Athem. Deß< gleichen sein? Brühe und Fleisch.

Deß Kautzen Füß mit Wegerich gebrannt / seynd gut wider Schlangen.

sul/Nachtrapp/ Nacht-Eul/ uiuia. Cap.34.

^Ie Eul beißt auf Griechisch «<>^<O<, i^ims Mul,. Frantzösisch cö«»«i,, Nahmen. Italiänisch ^/««, und Hispanisch ^«»sa««,-«»<,««/«.

Hat e»nen sehr grossen runden Kopff voller Federn. Ist auf demselbigen/ Gestalt, wie auch an dem gantzen Leib / Aschenfarb / mit schwartzen und weissen Flecken ge, sprengt. Hat einen krummen / dunckel-grünen Schnabel/ weite und grosse Ohren/ lange / um, biß zum Ende deß Schwanzes außgestreckte Flügel. Die Schenckel / biß zu den Füssen mit Federn übergezogen/ krumme und sehr scharffe Klauen / grosse und schwartze Augen/ deren Augapffel dunckel-roch.

tll 4 Der

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Die junge Rappen können sieben Tag ohne Speis: bleiben / und am siebenden Tag werden sie schwartz. Dann eher sie schwache Federn bekommen / werden sie von ihren Eltern verlassen / und gehen hin und her im Nest / und warten mit offenem Maul der Speiß. Da dann auß ihrem Mist lebendige Würmlein wachsen/ von de, nen sie sich in Abwesenheit ihrer Eltern ernähren / und wann dieselbige wieder zu ihnen kommen / und sie mit schwachen Hedern gezieret finden / nehmen sie sich deren / als ihrer natürlichen Jungen/ mit allem Fleiß an/ und versorgen sie mit Speiß.

Die Kräen seynd das mehrertheil schwach/ auch etliche Aschenfarb/ welche man Nebel-Kräen nennet / und gehören auch in deß Raaben Geschlecht. M

^Mocei« schreibet/ daß dieser Vogel so keusch sey/ und seine Ehe so treulich halte/ daß einer nach deßandern Absterben / biß zu Ende seines Lebens allein bleibe.

Die Dolen seyn auch der Kräen Art/ etwas kleiner/ schwartz von Farben/ und

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