daß eralt worden ist/sammlet er viel wolriechende Specerey. Kräuter/ und macht einen Haussen/ fleugt hoch über sich zu der Sonnen Glantz/und macht chm mit dem Wind sei» ner Flügel ein Feuer/ und verbrennet sich darinnen selbst/ und stehet wiederum vonder Aschen lebendig auf/wlrd erstlich ein Wurm/und bekommt am dritten Tag Federn.
Gcstalt. Zolin«,: Bey den Arabischen wird der Vogel ?b«n« beschrieben in der Griffe eines Adlers/mit einem schweren harten Kopff/wie ein Pfau/und aufgereckten Federn/ einen harten Schnabel/ amHalß Güldewfarb/ am Hinderntheil Purpurfarb / und am Schwantze/der mit Rosenfarben Federn getheilet wird/ scheinet er Wasserfall».
Nahmt». <N, ^^Er Phasan wird aufGriechisch «P«^«»»'«?,
o^s i.«lne l^l,2lianl!,, Frantzösisch «» ^». Italiänisch ^«»»« /-/<»«, und Hispanisch /Ä>/H genannt. GttiHli^ ^^^Wä^^>!^ Das Phasanen-Männlein oder Hahn ist
einer derallerschünstenVögel/also/daßerauch demPfquen hierinnen nichts bevor gibt/ und tan derowegen weder von den Mahlern schon gnug abgemahlet/ noch auch mit der Feder/ sei» ner Gebühr nach / beschrieben und gerühmet werden. Ist in der Grösse geringer nicht/ und etwan grösser als ein Hahn/ wieget etwan drey oder v«er Pfund / hat einen Hörn färbigen und dicken Schnabel/ eines queer Daumens lang/ so vornen ein wenig gekrümmt/ und spitz. Der Unler»Schnabel ist etwas kürtzer/denn der obere. Der Kopff oben mit schönen Aschen-farben gläntzenden Federn gezieret/ hat breite/ tiefte und runde Ohren/schöne tieff-ligende und Himmel-blaue Augen/einen rochen Ring umdenHalß/ einen schönen Schwantz / mit langen Federn gezieret/ wie gleichfalls auch die Flügel/ von unterschiedlichen schönen Farben/etwan Aschen,farb/ gelb/ und dergleichen. Qrt. Alldieweil dieser Vogel noch wild ist/findet er sich gern an sümpffichten Orten/
da wenig Leut hinkommen. Und wie etliche davon schreiben/ so hat em Hertzog von Sachsen/ r»6er,'cu, genannt/ solcher Vögel dermahleinszweyhundert kaufft/ in das sseld hinauß lauffen / und solche zu sahen oder zu schiessen / bey hoher Straff verbieten lassen/ darauf sie sich dann in demsclbigengantzenLand gewaltig vermehret.
In dem Mertzen und April pflegen sie sich zu vermischen / und legen dieselbige gantze Zeit selten über zwantzig Eyer/ brüten dieselbige/ wie auch von den andern Hüt> nern gesagtworden/in ein und zwantzig Tagen auß.
Sie sind/ nachdem sie erstlich gefangen worden/ dermassen wild/ daß sie auch der Pfauen nicht verschonen / werden auch bey den Hühnern sehr bald zahm.
Unter allen Früchten fressen sie den Habern fast am allerliebsten/ wann man sie aber mästen/ und fett machen wil/ gibt man ihnen den ersten Tag/ nachdem man sie ein» gesperret/ gar nichts/ den andern etwas von Meth oder Wein/ alsdenn Gersten,Meel mit Waffer zu einem Teig gemacht/ folgends dasMeel von Bohnen/ Gersten und Hirsen/und zum allerletzten Leinsaamen gesotten/und mit Gersten.Meel vermischt/ macht auß allen diesen Sachen / mitOehl vermischt / einenBrep / und läßt sie nach il> rem Willen und Genügen darvon essen.
Es «stein närrischerVogel/welcher/wenn er allein den Kopff in die Erde steckt/ mit dem gantzen Leib verborgen zu seyn vermeynet/ und wenn er seinen Schatten in ei, nem Wasser stehet / verliebt er sich dermassen in seine Schöne / daß er von bannen nicht weichen tan/ sondern sich eher mit den Händen greiften und fangen lässet.
Und wenn er sich nicht offt und zeitlich mitStaub besprengt/und gleichsam darinnen wältzet/ brächten ihn die Läuse um.
Wider den Pips oder Fluß läßt man Knoblauch mit zerlassen Bech vermischen/ und ihnen den Schnabel gleichsam stätig damit reiben.
Welchen solche Vögel zu fangen erlaubt/ die brauchen darzu besondere Garn.