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Bald ^ „Leute, die s verstehen, sage n — daß er das Zeichen eines großen ManneS ,im Auge — (des Königs aber in seinen Gesichtszügen) trage.".

.... Lichtenberg.

Ich habe dieß Auge lange und nahe angesehen . .. Mehr treffend, als blendend! durchdringend, als blitzend! ... So wie's in unserm Bilde ist — nicht ganz wahr . . Man sieht mehr vom Weißen . . der Stern scheint daher so groß nicht . . dafür konzentrirter. Gewiß kann so eine Form — keinen schlechten Blick haben! Uebrigens hab' ich diesen berühmten Blicks wenn ich so sagen darf, nicht in seinem Bmmpunkte gesehen.

Dtsm.Ban. Aber, man decke das Auge! . . . man verbinde dem Physiognomisten die Am

des (5lII. . . ,

Taftl. ?r. M ^ man erlaube ihm, mit dem bloßen Gefühle der äußersten Fingerspitze von der Höhe der Stirne bis an das Ende der Nase sanft herabzuglitschen — Neuntausend, neunhundert, neun und neunzig vor ihm werden ihm vorgeführt — Friedrich sey der Zehntausendste... und der Physiognomist wird niederfallen und ausrufen — „Ein prädestin irrer König — oder — „Welterschütterer! Ohne Thaten lebt der nicht — so wenig als ohne Odem. Vordrang! hohes „Selbstgefühl, das in Menschenverachtung ausarten Muß, weil es seines gleiehen nicht finden „kann, und die Nächste,: bey ihm — vielleicht gerade die Kleinsten sind. —

Ja! Menschenverachtung — Siehe, aus dieser mit der Nase Lineal — gerade fortgehenden Stirne — muß sie auf Wang und Lippe fließen.

Faltenreich, und kleingeadert ist des Königs Gesicht — voller Entwürfe — und durcheinander sich furcheiwer Anschlage.

Eine genaue Silhouette von

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„Jeder große Mann hat einen Bliek, den niemand, als er, mit seinen Angen machen kann. >,Dieß Zeichen, das die Natur in sein Angesicht legte, verdunkelt alle körperliche Vorzüge, und „macht einen Sokrates zu einem schönen Mann in besonderm Verstande . . . Wer dieß Zeichen „hat, weiß, daß er bezeichnet ist, allein er weiß selbst nicht, wo? Denn nichts ist versehiedener, „als dies; Zeichen." — (Wahr — und dennoch fand iel/s fast immer im Umrisse desAugenlieds— zwifthen den Augeubraunen, und an der Nasenwurzel... Am letzten Orte ist's offenbar — bey unftrm Helden.) ^ „Monarchen haben anch einen Zug; allein diesen haben alle gemein, und man „kann behaupten, daß sie sich alle ähnlich sind. Die Würde, die sie bekleiden, drückt sich in ihrem „Gesichte aus. . Ich rede von Alleinherrschern — von Monarchen, die, wemi sie gleich Diener

des „des Staats sind, sich dadurch von andern unterscheiden; denn die Könige, die nicht Monarchen „sind, haben auch ihr Abzeichen, allen, dieses drüekt sich durch de n Gang aus." —' . .

Herder.' . '. - - . . .

Auch eine Philosophie. Seite I8i-!5)Z.

„Ein Monarch, dessen Namen unsere Zeit mehr tragt, und zu tragen verdient, als daö „Zeitalter Ludwigs —

— de n uns

sein Iahrhundert mit aufbewahrt!

„Welche neue Schöpfung Europens hat er von seinem Flecke her in dreyßig kurzen Jahren „bewürkt! — In Kriegs - und Regierungskunst, in Behandlung der Religion und Einrichtung „der Gesetze, als Apollo der Musen, und als Privatmann unter der Krone — dem allgemeinen „Scheine nach, das Muster der Monarchien — welch ein Gutes gestiftet! Aufklarung, philosophischen Geist und Mäßigung vom Throne ringsum verbreitet! Orientalische, dumme Pracht, „Schwelgerey und Luxus, der vormals oft das einzige Goldgehäge der Höfe war, wie erschrecklich zertrümmert und verjaget! Fette Unwissenheit, blinden Eifer und Aberglauben überall wie „tief verwundet! Sparsamkeit und Ordnung, Regelmäßigkeit und Fleiß, schöne Künste und ei„nen sogenannten Geschmack frey zu denken — wie hoch erhoben! — Das Iahrhundert trägt sein „Bild, wie seine Uniform: Jahrhundert ohne Zweifel die größte Lobrede seines Namens. — In„deß wird auch eben die Münze, das Brustbild weggekehrt, und das bloße Resultat seiner Schö„pfung als Menschenfreund und Philosoph betrachtet, ohne Zweifel einmal etwas mehr und an„ders zeigen! Zeigen vielleicht, wie durch ein natürliches Gesetz der Unvollkommenheit menschlicher „Handlungen mit der Aufklarung — auch eben so viel lururirende Mattigkeit des Herzens — mit „Sparsamkeit ihr Zeiel e n und Gefolge Armuth, mit Philosophie blinder, kurzsichtiger Unglaube, „mit Freyheit zu handeln Despotismus der Seelen unter Blumenketten — mit den, großen Helsen, Eroberer und Kriegsgeist Erstorbenheit, Römerverfassung, wie da Armee n alles waren, „Verfall und Elend sich habe verbreiten müssen; zeigen, was Menschenliebe, Gerechtigkeit, Mäs

sigkeit, «sigkeit, Religion, Wohl der Unterthanen alle bis auf einen gewissen Grad als Mittel zum „Erreichen, behandelt — was alles das auf seine Zeit auf Reiche ganz anderer Verfassung „und Ordnung — auf Welt und Nachwelt für Folgen haben müssen — die Waage wird schwe,,ben? steigen—sinkm —welche Schaale? was weiß ich?" —

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