So viel nun den Gebrauch der gemeinen gebrannten Waffern belanget / werden sie auf mancherley Art gebrauchet. Etliche trincket man zu Kühlung der Leber und innerlichen Gedärms/ als die vonEndivien/ Burgel/ oderBurzel»Kraut/ Rosen/ Sonnenwürbel / Wegerich / ;c. wie in jedem Capitul unterschiedlich angezeiget wird.
Die andere epitlumirtman / das ist/ man netzt Zendel oder Leinene Tüchlein da« rinn / und schlägt sie über den Magen / etwan über die Leber / Hertz / Miltz / Schlöffe/ entzündete Schaden/ und dergleichen.
Den mehrern Theil braucht man zu Vermischungen der Syrupen / und nimmt derselben allwegen doppelt, oder anderthalb mahl so viel/ als deß Syrups.
Etliche seynd im Brauch zu den Pillulen/ dieselbige zu machen/ und zu incoiporiren.
Der mehrere Theil ist/ daß man sie braucht in Leib/ in TranckS, weise/ oder Mit Artzney vermenget.
Doch kan man da keine sonderliche Regel geben/ sondern die Erfahrung/ samt der wahren Kunst der Artzney / lehret daffelbige: Wil dich in diesem Fall / viel und weiter zu lesen / vermahnet haben. Dann ohne Kunst und Bescheidenheit mit der Artzney umgehen / dieselbige handeln und handreichen/ es seye in Wassern/ Syrupen/ pur^non. Latwergen/ oder wie es Namen haben möchte/ ist gefähr, licher/ dann mitGifft handeln. Der Mißbrauch aber ist so groß/ daß kein Wunder wäre / daß die Kälber, Aertzte / Juden / alte Weiber und Landfahrer / die gantze Welt verderbeten.
Zweyfache Krafft aber bekommen die Wasser/ nachdem die Kräuter außae« trucknet / wieder darüber geschult / und zum zweptenmahl destillieret / oder zum dritten / werden sie noch kräfftiger / wiewol bey etlichen die erste Destillier!,«» gnugsam ist / als bey den Rosen / «. '^..».rr««.
Von unterschiedlichen Eigensthafften und (^ualiccken
eines jeden Wassers.
Hitziger Kräuter Wasser seynd/ der Camillen-Blumen / Taubneffeln.Blütbe/ D'llen Blüthe / gelbeViolen / Genserich-Blumen / Lauendel.Blumen / Majoran. Bluth/ Roßmarm/ Salbey/ S.Iohannis.Kraut,Blumen/ Tausentgülden/«
Wasser geme«ner Wärme: Seynd Sauer«Ampffer/ Bonen-Stenael/Rur. retsch / Br'mellen / Brunnkressen / Bocksbart/ Bücken/ Cappis/ Creußwurß/ Denn«
Fechdlstel/Funfffinger<Kraut/Fenchel/Gottsgnad/Garb/Gundelreb/Gunsel/Kauck. klee/ Inngrun/ Karten/ Katzenzagel/ oder Schafthew/Klee/Kül/Körbel/Lattick/Lieb. stocke!/Leberkraut/Meptau/Nachtschatt/Pastennenkraut/Peterlin/PfaffenkrautNen^ gel/ Reinfarn/ Schluttenkraut/ S.Peterskraut/Taubenkropff/Weaaraß/Weaweil st / «. DieserKräuterWasser wahren zweyIahr. ""Ullrap/^zegwel
D«e kältende Wasser: Seynd die von Alraun/Bilsenkraut/Burtzeln/Haußwurtz/ Meerlinsen/ Magsamenkraut/ Maurpfeffer/ Wündscherlina/Ic
Dle hltzjge und trockene Kräuter: Alant/ Agrimonien/oder Odermena/Aalen, Aron / B'b.nel / Bachmüntz / Basilien / Cardobenedicten/ Centau««/ oder T^ guldenkraut/ Camillen/ Taubnesseln/ Dillen/ Eisenkraut/ Eyternesseln/ Ehrenvrei«/ Gamander/ Haselwurtz/ Hopffen/ Hlrschzung/ Heyd/ Isop/ Lavendel/ Maieron/?d?. echte und gemeine Salbey/ Osterlucey/ Poley/ Quendel/ Rauten/ Roßmarin/Senff^
Feuchter 8ubttanl Wasser seyn die vonBurretschwurtz/ Braunwurtz/ ^encl«l<
« Hbs. und ^ruch^Wasser: Als da seyn/von Affolterbeer/ oder Wachholderbeer/ Bonenhülsen/ bre.t Weger.chsamen/Erbsen/ grün und weiß Kürbis /Meerlinl^/ Maulbeer/ Melonen/ Nußläuflet/ Pfifferling/ Maumen/Saurauch/S^^ schwartzeoderrot^
beern/und e.ner^eden geme.nen Frucht Wasser/währen nur von einem Jahr ins and« D»eLaub-Wasser/ als das vonBircken/ Eschin/
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