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Tag oder mehr gesetzt. Wannder Sand fastheiß wird / werden die Wasserdurch die ^nne und H.tz deß Sandsgerechtfert.get/ von ihrer überflüssigen aroben rlil^m«j. 3rHH^'"K.^ der Ze.t scheiden und ad,eyl)cn soll/und in ein an.

stört Mbleibm Hn c°"^"°" gec«npe«rt/ daß sie desto länger unzer

Wo die Wasser jederzeit sollen behalten werden.

An solle die Wasser/ nachdem ue«^««« und wolverwahi ersehn/ imSom! mer an emezimliche kühle Statt setzen /im Wimer in einen Keller/ auf daß sie nicht geftleren / darvou sie wieder zerstöhret/ und allerdings untüchlia werden. Und wann sie mheissen Stuben stehen/ werden die Wasser roth/ trüb/ weich/ übelsteckend/ und an ihren Kläfften geschwächet/ da sie dann den Krancten gantz nicht zu Mrauchen. Derowegen ein bequemer temp»irter Ort / der nicht viel zu hitzig / kalt oder feucht sey/zu erwählen. « ^»

Alle Wasser/die kalter und feuchter C°mpl«,<,n oder Natur seyn/sollen übers Jahr ausgeschüttet werden: Die aber rruckener und hitziger Natur seyn/könnenzwen oder drey Iahr/ und nicht daruber/kräfftig bleiben/ w,ewol die jenige/so darüber einen guten Geruch behalten/ auch länger können gebraucht werden/deren seyn viel/als Po, ley/Müleron/«. ^

^ Dürre und wolrichendeKräuter/ sollen in gläsernen/Lalne«^,»«. «brannt werden. Aber feuchte/ feißte/und kalter Natur Kräuter/ mag man aufeinemaemei. nenBrenmOfen/oderübereinemHasenbrennen/ wieobstehet. "'"«»^el,

Von bequemer Zeit die Wurtzeln / so man De-
stillieren /oder anchaufdörrenwil/zugraben.

^^Ie rechte und bcquemesteZeit/ die Wurtzeln nicht allem zum Destillieren/son<
AA oern auch zu anderm vielfältigen Nutzen ausgraben/ ist/wann sie am vollköm,
7^" niesten und krafftigsten ln ihrem Safft seyn/ welches nichtzu gle.cher Zeit an al-
len Wurtzeln geschehen kan/ dann eme dlese Zeit/ die andern eine andere in ihrer Voll-
lommenhelt und besten Safft und Kräfften seyn. Etliche halten oarfür/ man solle al<
le Wurtzeln «m Herb<tgraben / welches doch nicht allwege wahr ist / dann etliche Wur.
Hein werden «mFrühlingallein gefunden/als dle rundeHollwurtz findet man nicht/dann
lm Anfang deß Frühlings: Darum soll einejedeWurtzel nach ihrer Art/ wann sie in
'W^bessen Gafft uud Krafft ist / es sey gleich im Herbst/oder Frühling/aV

.n«« ^""" N l" Wurtzeln gantz und frisch außgegraben seyn / soll man sie von allen Zasern absäubern / auch von aller Erden rein machen und waschen. Und wann tnansledestlllleren wil / zuvor klein hacken/ und ineinemMörselsteinzuMubstossen/ darnach e,n wenig mit Wein besprengen / und in einem Glaß wohl und acheb ver, macht und verstovfft/ in zimlicher Wärme ck'ßenren oderpurreileiren. So aber die Wurtzeln feuchter/ wässerig« und fetter Art wären/ bedärffen sie keiner so lan<un l)igelt,on. und sollen m der Sonnen destillieret werden. '","'l.»u«n

Dave» dann auch zu mercken/ daß man der Art und Eiqenschafft der Wurßeln wol warnehme / daß man allwege das kräfftigste Theil nehme/ da dann inhihia n Wurtzeln das äussersteTheil und Rinde fast am kräfftigsten ist: <>m falten Wurtzeln hat es sonderlich keinen Unterscheid / dann etwa das innere Marck am sckärvssesten ,ss Also werden etliche Wurtzeln gantz mit den Rinden und Marct gebrochen /m etlichen aber/ft mwendlg ein holtzigMarck haben/wird solches Marck hecaußaetdan/als iyderFenchelwurtzel / Petersilgenwmtzel/ Epffwurtzel/:c. ^ """"

Von der rechten Zeit und Art der Destillierung

der Kräuter.

^^Leichwie die Wurtzeln/ ein jede nach ihrer Art und ihrer Vollkomenheit/ beydes
A^urDest,ll,crung/un auchzuAusdörrunq sollen geq,aben werde.i.Also sollen.iuch

dleKrüuter zu rechter Zeisgebrochen und gesamlet werden/nemlich/wann sie die Blumen und Saamen herfur bringen / alsdann sollen sie frisch und grün zur Destillie. rung gebraucht werden/ als da sind

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und dergleichen. Was aber die truckene / hitzige Kräuter belangt/ die soll man vorhin ein wenig erwelcken lassen/ehe sie destillieret werden/als da sind die Müntzen/Wermut/ Rauten/ Stabwurtz und andere dergleichen/ um ihrer truckenen Art willen/ dann solche werden darnach in der Destillierung nach der Erwelckung desto krafftiger.

Von Deftillierung der Blumen.

S haben die Blumen auch ihre besondere Zeit zur Destillierung / nemlich / wann sie in ihrer vollkommenen Blüthe und offen seyn: Doch soll man die Capre» Blumen in ihren Knöpften nehmen/ehe sie erst aufgehen. Die Rosen seyn auch amkräfftigsten/wann sie erst ansahen aufzugehen.Sonst werden gemeiniglich alle Blu« menzurDestillierung gebraucht/ wann sie gar vollkommen sind/ ehe sie wollen abfalle«.

Wie man die 6^5. darvon dieses Buch Web

Hung thut / verstehen soll.

^Er Grad der^aiicäten / wie die Naturkündiger daroon schreiben / seyn vier an der Zahl/es sey von heimlichen oder offenbaren Aenderungen. Dann der erste Grad ändert nicht offenbar/ oder empfindlich/der andere Grad em wenig/der dritte mercklich/ der vierdte schier zersiörlich / durch eine mrrctliche Aenderung / es sey in Speiß/ Krauter oder Artzney.

Also / wann der Geschmack/ die Versuchung oder Kosten ein wenig stharff ist/ daß du eskaum empfindest/so ist ftine compi«ion im ersten Grad: Als süsse Mandeln/auß »elcher Süsslgkeit du ein^Wärme befindest. Aber auß dem / daß es die Versuchung nicht mercklich ändert/so magst du urtheilen/ daß sie warm seyn im ersten Grad.

Findest du aber etwas / das den Geschmack oder Kosten empfindlicher ändert / und doch nicht gar scharff/alsEnis/Fenchel/«. so theile es in den andern Grad.

So es sich aber also fast ändert / daß dich bedünckt/ es wolle dir den Geschmack zerstören/ als Pfeffer/ lt. so urtheile den vierten Grad.

Item / dir mittelmässige Speise / Tranck und Artzney / die ist gleich an Wärme/ Kalte/ Feuchte undTrückene.

D« hitzige im ersten Grad hat zween Theile der Hitze/ und ein Theil der Kälte. Die hitzige im andern Grad/ hatdrey Theil derHitze/ und einen Theil derKälte. Die hitzige im dritten Grad hat vier Theil der Hitze / und einen Theil der Kälte. Die hitzige »m vierdten Grad hat fünff Theil Hitze/ und einen Theil Kälte,

Zueinem Erempel: Nimm ein Pfund heiß Wasser / und ein Pfund kalt Wasser durch einander/so wird eine mlttelmässge Warme darauß: Thue aber noch ein Pfund heiß Waffer darzu/ so ist es nicht mehr mittelmässig/ sondern warm im ersten Grad. Thust du aber noch ein Pfund Wasser hinzu / so wird das Waffer wol empfindlich «arm/dasistder andere Grad. Thust du noch ein Pfund warm Wasser hinzu/so wird das Wasser so heiß / daß du eskaum leyden magst / das ist der dritte Grad. Thust du noch ein Pfund hinzu / so wird es so heiß / daß du es nicht leyden magst / und das ist der Vierdte Grad.

Ein ander Erempel: Gleich kalt und warm / ist der erste Grad. Ein kalt / und zwey warm / der andere. Em kalt / drev warm / der dritte. Ein kalt / vier warm/ der vierdte.

Vom Gebrauch der gebrannten Wassern.

Aewol die gebrannte oder destillierte Wasser nicht allweg im Brauch gewesen/ und den alten Ertz-Aertzten / als nippoc««. 6,!«n«, und ihren Nachkömmlingen/ unbekandte/ sondern ein lnvent ist der Alchymisten/ von welchen her/nach, gehenderZeit dieErjährnen der Alchymey/ solches auf<^uiatHm cssentl,m tt2N5s«irt/ und die8piriiu, von den Kräutern zu scheiden gelehret/ so ist doch solcher Fund hock zu loben: Nemlich/ das Allersubtileste von dem Allergröbesten in den Kräutern zu scheiden. Dann die Erfahrung gibt es / daß die schlechte destillierte Wasser mit grossem Nutzen in vielfältigen schweren Schwachheiten gebraucht werden.- Daß ,ch geschweige / was Krafft und Würckung sie haben/ wann erst die rechte subtileSl'ilitul und c^in««sseut» darvon abgezogen wird. ^.

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So viel nun den Gebrauch der gemeinen gebrannten Waffern belanget / werden sie auf mancherley Art gebrauchet. Etliche trincket man zu Kühlung der Leber und innerlichen Gedärms/ als die vonEndivien/ Burgel/ oderBurzel»Kraut/ Rosen/ Sonnenwürbel / Wegerich / ;c. wie in jedem Capitul unterschiedlich angezeiget wird.

Die andere epitlumirtman / das ist/ man netzt Zendel oder Leinene Tüchlein da« rinn / und schlägt sie über den Magen / etwan über die Leber / Hertz / Miltz / Schlöffe/ entzündete Schaden/ und dergleichen.

Den mehrern Theil braucht man zu Vermischungen der Syrupen / und nimmt derselben allwegen doppelt, oder anderthalb mahl so viel/ als deß Syrups.

Etliche seynd im Brauch zu den Pillulen/ dieselbige zu machen/ und zu incoiporiren.

Der mehrere Theil ist/ daß man sie braucht in Leib/ in TranckS, weise/ oder Mit Artzney vermenget.

Doch kan man da keine sonderliche Regel geben/ sondern die Erfahrung/ samt der wahren Kunst der Artzney / lehret daffelbige: Wil dich in diesem Fall / viel und weiter zu lesen / vermahnet haben. Dann ohne Kunst und Bescheidenheit mit der Artzney umgehen / dieselbige handeln und handreichen/ es seye in Wassern/ Syrupen/ pur^non. Latwergen/ oder wie es Namen haben möchte/ ist gefähr, licher/ dann mitGifft handeln. Der Mißbrauch aber ist so groß/ daß kein Wunder wäre / daß die Kälber, Aertzte / Juden / alte Weiber und Landfahrer / die gantze Welt verderbeten.

Zweyfache Krafft aber bekommen die Wasser/ nachdem die Kräuter außae« trucknet / wieder darüber geschult / und zum zweptenmahl destillieret / oder zum dritten / werden sie noch kräfftiger / wiewol bey etlichen die erste Destillier!,«» gnugsam ist / als bey den Rosen / «. '^..».rr««.

Von unterschiedlichen Eigensthafften und (^ualiccken

eines jeden Wassers.

Hitziger Kräuter Wasser seynd/ der Camillen-Blumen / Taubneffeln.Blütbe/ D'llen Blüthe / gelbeViolen / Genserich-Blumen / Lauendel.Blumen / Majoran. Bluth/ Roßmarm/ Salbey/ S.Iohannis.Kraut,Blumen/ Tausentgülden/«

Wasser geme«ner Wärme: Seynd Sauer«Ampffer/ Bonen-Stenael/Rur. retsch / Br'mellen / Brunnkressen / Bocksbart/ Bücken/ Cappis/ Creußwurß/ Denn«

Fechdlstel/Funfffinger<Kraut/Fenchel/Gottsgnad/Garb/Gundelreb/Gunsel/Kauck. klee/ Inngrun/ Karten/ Katzenzagel/ oder Schafthew/Klee/Kül/Körbel/Lattick/Lieb. stocke!/Leberkraut/Meptau/Nachtschatt/Pastennenkraut/Peterlin/PfaffenkrautNen^ gel/ Reinfarn/ Schluttenkraut/ S.Peterskraut/Taubenkropff/Weaaraß/Weaweil st / «. DieserKräuterWasser wahren zweyIahr. ""Ullrap/^zegwel

D«e kältende Wasser: Seynd die von Alraun/Bilsenkraut/Burtzeln/Haußwurtz/ Meerlinsen/ Magsamenkraut/ Maurpfeffer/ Wündscherlina/Ic

Dle hltzjge und trockene Kräuter: Alant/ Agrimonien/oder Odermena/Aalen, Aron / B'b.nel / Bachmüntz / Basilien / Cardobenedicten/ Centau««/ oder T^ guldenkraut/ Camillen/ Taubnesseln/ Dillen/ Eisenkraut/ Eyternesseln/ Ehrenvrei«/ Gamander/ Haselwurtz/ Hopffen/ Hlrschzung/ Heyd/ Isop/ Lavendel/ Maieron/?d?. echte und gemeine Salbey/ Osterlucey/ Poley/ Quendel/ Rauten/ Roßmarin/Senff^

Feuchter 8ubttanl Wasser seyn die vonBurretschwurtz/ Braunwurtz/ ^encl«l<

« Hbs. und ^ruch^Wasser: Als da seyn/von Affolterbeer/ oder Wachholderbeer/ Bonenhülsen/ bre.t Weger.chsamen/Erbsen/ grün und weiß Kürbis /Meerlinl^/ Maulbeer/ Melonen/ Nußläuflet/ Pfifferling/ Maumen/Saurauch/S^^ schwartzeoderrot^

beern/und e.ner^eden geme.nen Frucht Wasser/währen nur von einem Jahr ins and« D»eLaub-Wasser/ als das vonBircken/ Eschin/

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S hat der Allmächtige GOTT anfangs der Schöpft

fung der Welt / das Erdreich zum zierlichsten mit allerhand Edlen Gewächsen / von Kräutern und Bäumen / in aller Voll-» kvmmenheit/ dem Menschen zum Wollust/ und zu seiner Noch» duifft zu gebrauchen/ besetzet und geschmücket/ auch den Mensche» in den henlichenLust'Garten deß Paradeiß/ denselbigen zu besitzen / und seine Lust darinnen zu haben / eingesetzet / und hat der Erdbodmdamahlsallesfürsichftlbstungebauetherfürgegeben. Solche Freudeunl> Wollüste / herzliches Wesen und miWge Leben hat der leydige Satan dem Mensche» mißgönnet/ und alle seine Liste angestellet/daß er ihn möchte zur Ubertrettung deß Göttlichen Gebotts reitzen/ und also GOttes Zorn wider ihn erregen/ daß er auß solchem Lust-Garten Verstössen würde / und mit Mühe und Arbeit sich ernähren müste. D» nun der böse Feind den Menschen also betrogen hat/ da ist der Fluch über uns ergangen / und dem Erdreich seine Krafft auch genommen worden. Wie dann6enes. an, ? Cav. GOtt zum Menschen spricht: Verflucht fty der Acker um deinetwillen/ mit Kummer solt du dich darvon nähren dein Lebenlang / Dorn und Disteln soll er dir tragen / und solt das Kraut auf dem Felde es, sen. Im Schweiß deines Angesichts solt du dein Brodt essen / biß du wieder zur Erden werdest/ davon du genommen bist.

Also haben wir nichts/ dann Mühe und Arbeit/so lang wir auf dieser Wett leben/ müssen wir mit Kummer / Angst und grosser Mühe das Felde bauen und pfiantzen, und wann wir lang grosse Arbeit und Unkosten gefuhret/ so kommt offtmahls Reisi» fe / Hagel / Ungewitter und Ungezieffer / beschädiget und verderbet alles / was gepflantzet ist/ an Obs/ an Früchten und Wein/ daß nichts/ dann Jammer und Elend zu

Dieweil dann unsere Leibes-nothdürfftige Unterhaltung erheischet / die Gärten und das Feld stätigS mit Säen und Pstantzen/ daß sie Geträyde/ Wein und Obs jährlich uns ertragen/ zu erbauen/ so haben je und allweg unsere erste Eltern und deren Nachkömmlinge mit allem Fleiß deß Feld«Bauens und Garten»Pflantzens sich angenommen/ und den grasten Reichthum und Nahrung an den Feld'Gutern und Vieh

Cz Zucht

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«che mahl fleOg durch emander gebauet undgemiltert werden N«-?^n^3

oder WtWalhen überfahren/ zerbrechen undebnen/ und das fümeml ck in^^^^^^^^^ Feldern / hleroben angezeigter Gestalt. s«mem«cy ,n gronen

Jahrs dare,n säen unopfiantzen/was anjedemOrnackGel^ lM am bequemstenerachtet wird.Und da etwan Manael an Ne» vorsieh / soll man solche besäete/ oder W Gatt^V

-! /.?. >?^^?Ä^" ""d "'cht mit kaltem Brunnen,Waffer/

Wie dieGänen sollenin einer Gemein gemacht und gearbeitet werden.

^ °> ^ ^ ^on der Tünge. ^

<^ In legllcher guterGarten begehret frepe und massigeLufft/ dann aemeinialick

d^derKn^^^^^

Es soll allezeit Mist ligen im höchsten Theil der Gärten/ von dessen Gafft lie obn«

Tauben'Mist ist auch sehr hitzig.

. Der

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