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L. F. hersagen, eine Andacht, welche ihr sehr angenehm ist, und wodurch wir es dahin bringen werden, daß sie uns mit derjenigen Barmherzigkeit erfreue, die wir in unfern Nöthen bedürfen , und also wird es uns durch ihren heiligen Schutz und Beystand gelingen, daß sie uns von demUebel, welches über uns schwebet, befreyet.

Wenn sich jene Leute, die uns hassen, wider uns setzen; so müssen wir einmüthig den Schutz der heiligen Jungfrau, des heiligen Michaels, des Josephs und aller Heiligen unsers Volks anrufen; und wofern unser Gebet ernstlich und brünstig ist, so wird es erhöret werden. Und wenn diese mit uns reden wollen, die uns hassen, so müssen wir ihre Gesellschaft meiden, und die Spanier, vornamlich aber die Portugiesen fliehen. Denn durch diese Portugiesen ist aller Schaden in unsere Hauser gekommen: lasset uns nnr bedenken, dag sie in vergangenen Zeiten unsere Großväter gerödtet, und überall viele tausend derselben, ohiie die armen Kinder zu verschonen, umgebracht, und die heiligen Bilder der Heiligen verspottet und verlachet haben, welche die Altäre Gottes, unsersHerrn, ziereren. Eben dieses, was zu anderer Zeit geschehen ist, wollen sie auch jetzt thun, und wir müssen uns also, ob sie sich noch so viel bemühen, ihnen nicht anvertrauen und übergeben.

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Im Fall es gefthehen/ollte, daß sie mit uns reden sollten, so müssen es nur fünf Spanier aufs höchste seyn, mW keine Portugiesen; denn, wenn einige von den Portugiesen kommen sollten, würde es uns nicht gut gehen. Wir wollen nicht, daß Gomez Sreyre komme, deun er und alle die Seinigen sind es, die uns durch Hülfe des Teufels so sehr verabscheuen. Dieser Gomez Srepre ist der Urheber so vieler Unruhen, und thut so viel Böses, indem er seinen und unfern guten König betrüget, darum wollen wir ihn nicht aufnehs men. Gott der Herr war es, der uns dieses Land gab, und dieser trachtet darnach, um uns arm zu machen, und das Land zu nehmen. Zu dem Ende erdichtet er wider uus viele falsche Betrügereyeu, und noch mehr wider die hochgelobten Patres, von welchen er vor,' giebt, daß sie uns ohne die heiligen Saeramente sterben lassen. Daher urtheilen wir, daß die. Aukunft der ers tvehnten nicht zum Dienst Gottes ist. Wir haben nicht das geringste in dem Dienst unsers guten Königes vers sehen. Wir haben allezeit, wenn er uns nöthig gehabt hat, seine Befehle gerne und willig vollzogen. Ein Beweis hiervon ist es , daß wir auf seinen Befehl unser Leben in Gefahr gesetzet, und in den Belagerum gen, welche man in der Portugisischen Colonie untere nommen hat, unser Blut vergosse,, haben, und dieses blvs um seinen Witten zu erfüllen, und ohne etwas . H 2 anders anders, als ein grosses Vergnügen an den Tag zulegen, daß seine Befehle geschehen sind: davon zeugen der gute Herr Gouverneur, Don Bruno, und der andere Gouverneur, welcher sein Nachfolger war. Und wenn unser guter König uns in Paraguay nöthig hat, so verfügen wir uns dahin, und viele, die euch so gross« Diensie, sowohl in der Colonie, als auch in Paraguay, gethan, befinden sich jetzt unter diesen Soldaten. Unser guter König ist uns allezeit wegen unserer Dienste ge: wogen gewesen, denn wir haben seine Gebote erfüllet. Und dem ungeachtet saget er uns, wir sollen unser Land, unsere Arbeit, unsere Häuser, und endlich alles verlassen. Dieses ist nicht der Wille Gottes, sondern des Teufels.. Dieses haben wir allezeit so gehöret. Uns ser König hat uns, ob wir gleich elende und unglückli: che Unterthanen von ihm sind, allezeit als solche gelte? bet. Niemals hat unser guter König über uns tyrans nisiren, noch uns schaden wollen, indem er unser Uns glück erwogen bat. Da wir dieses wissen, so dürfen wir nicht glanben, daß nnsers guten Königes Wille sey, daß man uns Unglüeklichen iu unserer Arbeit hinderlich seyn und gar aus dem Lande vertreiben solle; und zwar ohne eine andere Ursache) als weil wir ihm so oft g« dienet haben, als sich dieGelegenheit dazu gezeiget hat. Dahero werden wir es auch nimmermehr glauben, wenn er saget: ihr andern Indier gebt eure -Länder

der und alles, was ihr habt, den Portugiesen: wir glauben es gewiß nicht. Es wird nicht so seyn. Wollen sie es vielleicht mit ihren Blut erkaufen, so müssen wir Indier es auch noch einmal mit unserm Blut wieder kaufen. Wir haben zwanzig Bevölkerungen versamm? let, um sie zu empfangen, und wir werden uns mit der größten Freude viel lieber tödten lassen, als unsere Länder übergeben. Warum giebt unser guter König dem Portugiesen nieht Buenos Ayres, 5«»/« Fe, Corrientes und Paraguay? Muß man diesen Befehls nur wider die armen Indier vollziehen, denen er aufs legt, daß sie ihre HZufer, ihre Kirchen, und endlich alles, was ihnen. Gott gegeben hat, verlassen sollen? In ven gangenen Zeiten glaubten wir, daß ihr andern vo» Seiten unsers guten Königes zu uns kämet, und also haben wir deswegen die Behutsamkeit gebraucher, die wir haben mußten. Wir wollen nicht hingehen, wo ihr andere send; denn wir trauen euch andern nicht; und dieses rühret daher, weil ihr unsere Vorstellungen ver? achtet habet. Wir wollen dieses Land nicht hergeben, ob ihr gleich gesagt habt, daß wir es überlassen wollten Wollen sie aber mit uns reden, so können 5 Spanier kommen, welchen der Pater, der mit denJndiern lebt, und ihreSprache weiß, nichts thun wird,er wird ihnen anstatt des Dollmetschers dienen, und alles so machen, daß die Sachen glücklich von statten gehen werden, wie

Hz' Gott Gott es haben will. Sonst werden die Sachen so ge? hen, wie es der Teufel haben will. Wir wollen nicht gehen und leben wo ihr wollet, daß wir hingehen unl> leben sollen. Wir betraten niemals eure Länder ^ um euch zu tobten und arm M machen, wie die Ungläubigen thun, und ihr es jetzt vorhabt, und uns arm machen wvllet> nicht anders, als ob ihr nicht wiistet, waS Gott befiehl«! lund was unser guter König uns zum Besten verordnet hat.

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Num. 2.

Abschrift eines Briefes, welchen das Volk D' Ovan« teS/ oder vielmehr der Pfarrer des iandes St. FraneiseiTaver, am 5 Februar 1756. an den so genannten Gouverneur schrieb, der das Volk oessel« ben iandes in der Armee der Rebellen anführte, in der Sprüche der Guardini geschrieben, nUS derselben in die portugiesische treulich überfetzt.

/Gouverneur, Joseph Tiaayu. Gott unser Herr und ^ die heiligste und unbefleckte Jungfrau und unser

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