Geschichte des grossen Bauernkriegs: nach den Urkunden und Augenzeugen, Band 1 (Google eBook)

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Rieger'sche Verlagsbuchhandlung (A. Benedict), 1856
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Beliebte Passagen

Seite 199 - Lügner Amen. Die Herren machen das selber, daß ihnen der arme Mann feind wird; die Ursache des Aufruhrs wollen sie nicht wegtun, wie kann , es auf die Länge gut werden?
Seite 167 - Wenn ihr (der römischen Pfaffen) rasend Wüthen einen Fortgang haben sollte, so dünkt mich, es wäre schier kein besserer Rath und Arznei, ihm zu steuern, denn daß Könige und Fürsten mit Gewalt dazu thäten, sich rüsteten und diese schädlichen Leute, so alle Welt vergiften, angriffen und einmal des Spiels ein End machten, mit Waffen, nicht mit Worten.
Seite 200 - Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HErr, und wie ein Hammer, der Felsen zerschmeißt?
Seite 445 - Beschwerniß wären, wollen wir uns diese auch vorzubehalten beschlossen haben , und uns in aller christlichen Lehre üben und brauchen, darum wir Gott den Herrn bitten wollen, der uns dasselbige geben kann , und sonst Niemand. Der Friede Christi sei mit uns Allen.
Seite 272 - Eine der Volksweissagungen, die seit länger umliefen, hieß: Wer im 1523sten Iahr nicht stirbt , 1524sten nicht im Wasser verdirbt, und 1525 nicht wird erschlagen, der mag wohl von Wundern sagen...
Seite 225 - Lieber Bruder Christoph, schrieb er, unsere vorgenommene Sache ist dem schönen rothen Waizenlörnlein gleich worden, welches die vernünftigen Menschen pflegen zu lieben, wenn es in ihrer Gewalt ist; aber ist's in die Erde geworfen, so scheint es ihnen nicht anders, als wenn es nimmermehr aufgehen würde. — Es nimmt mich nicht sehr Wunder, daß ich vor der Welt stinke; ich weiß, daß im Schooße mein Name schmeckt, ehe er Aehren go...
Seite 145 - Codex hat Gott ihr Herr ihnen solche Gewalt gegeben, daß wir Armen ihnen zu Frohndienst ihre Güter bauen müssen, und zwar nur bei schönem Wetter , aber bei Regenwetter unsrer Armuth den erarbeiteten blutigen Schweiß im Feld verderben lassen sollten...
Seite 168 - Ich möchte nicht, daß man das Evangelium mit Gewalt und Blutvergießen verfechte. Durch das Wort ist die Welt überwunden worden, durch das Wort ist die Kirche erhalten, durch das Wort wird sie auch wieder in den Stand kommen, und der Antichrist, wie er Seines ohne Gewalt bekommen, wird ohne Gewalt fallen".
Seite 444 - Zum Sechsten ist unsere harte Beschwerung der Dienste halb, welche von Tag zu Tag gemehrt werden und täglich zunehmen. Wir begehren, daß man darein ein ziemlich Einsehen thue, und uns dermaßen nicht so hart beschwere, sondern uns gnädig hierin ansehe, wie unsere Eltern gedient haben , allein nach Laut des Wortes Gottes (Röm. 10).
Seite 445 - Zum Zehnten sind wir beschwert, daß etliche sich haben zugeeignet Wiesen und Aecker, die doch einer Gemeinde zugehören. Selbige werden wir wieder zu unserer Gemeinden Handen nehmen, es sei denn die Sache , daß man es redlich erkauft hätte ; wenn man es aber unbilliger Weis' erkauft hätte, soll man sich gütlich und brüderlich miteinander vergleichen nach Gestalt der Sache.

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