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Die Stadt Düsseldorf und ihre Verwaltung im Ausstellungsjahre 1902:

Festschrift (Google eBook)
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Die Stadt, 1902 - 244 Seiten
  

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Seite 228 - Polizeiverordnung erlassen : §• lNiemand darf ohne vorherige Genehmigung der Ortspolizeibehörde in Wohnungen, welche sich in von zwei oder mehr Familien bewohnten oder zum Bewohnen durch zwei oder mehr Familien bestimmten Häusern befinden, selbst als Eigenthümer oder Besitzer einziehen oder eine Familie zur Miethe oder Aftermiethe aufnehmen, sobald diese Wohnungen polizeilich als zum Bewohnen ungeeignet (§. 2) oder als überfüllt (g.
Seite 23 - Kuhrfürst einen Theil der Festungswerke demoliren, und erlaubte seinen Unterthanen auf dem Platze zu bauen. Jetzt steht schon eine ganze neue Stadt von mehreren langen, nach der Schnur gezogenen Straßen da; man wetteifert mit einander, wer sein Haus am schönsten, am bequemsten bauen soll; die angelegten Kapitalien belaufen sich auf sehr beträchtliche Summen, und in wenigen Jahren wird Düsseldorf noch einmal so...
Seite 67 - Die Düsseldorfer Bühne ist nicht an einem inneren Leiden, sondern einzig und allein daran untergegangen, dafs die mehreren Millionen, welche das Kapital unserer hiesigen Optimaten bilden, nicht ein ferneres jährliches Subsidium von 4000 Thalern mehr abwerfen wollen . . .; nur wegen ihrer zertrümmerte ein Institut, welches bestimmt zu sein schien, in die Reihe der rheinischen Kulturanstalten mit einzurücken.
Seite 39 - Ich habe den Plan eines neuen Palastes gesehen, dessen Bau beabsichtigt war, und derselbe würde ausgeführt sicher eines der grofsartigsten Gebäude Europas geworden sein." .Wir müssen dem Manne heute noch recht geben, wenn wir den im historischen Museum aufbewahrten, in den gröfsten Dimensionen ausgeführten Originalplan betrachten. Ist man heute noch bei der Beurtheilung von modernen Kunstrichtungen und -Schulen häufig gezwungen nach Nationen zu...
Seite 191 - Erwägung der einzelnen Gemeinden überlassen bleiben können. Einer gesunden Bodenpolitik entspricht es insbesondere, wenn auch da, wo gegenwärtig Wohnungsnoth herrscht, die im Eigenthum der Gemeinden befindlichen, für billige Wohnungen geeigneten Grundstücke grundsätzlich nicht veräussert werden. Eine Veräusserung von Gemeindegrundstücken zur Bekämpfung der Wohnungsnoth kann wohl vorübergehend den Erfolg haben, dass Wohnungen in grösserer Anzahl und zu billigeren Preisen hergestellt und...
Seite 68 - hiemit, in ihrem Zutraun und in ihrer Neigung finde ich den Lohn für dreijährige mühselige Arbeit, von ihnen werde ich, wenn unser Verhältniß hier sich auflöst, als Freund von Freunden scheiden, meine besten Wünsche werden sie begleiten, und wo ich kann, werde ich ihnen in der Nähe und » Ferne nützlich seyn. In dieser Anerkennung ist namentlich der thätige und fleißige Herr MusikDirector Albrecht mitbegriffen. Düsseldorf...
Seite 40 - ... Amsterdam hatte der Fürst bereits ein Werk van der Werffs gekauft und bestellte ihm nun bei einem Atelierbesuch aufserdem verschiedene Gemälde. Im folgenden Jahre brachte der Meister die Bilder persönlich nach Düsseldorf und errang damit die Zufriedenheit des Fürsten in dem Mafse, dafs er ihn auf 6 Monate des Jahres gegen ein Gehalt von 4000 Gulden holländisch in Dienst nahm. Aufserdem bezahlte er ihm die gelieferten Bilder mit 3000 Gulden und gab ihm nebenbei ein würdiges Gnadengeschenk....
Seite 65 - Der standhafte Prinz" von Calderon und „Prinz Friedrich von Homburg" von Kleist zur Darstellung. Dem grofsen künstlerischen Erfolge entsprach der materielle keineswegs. Auch der Oper wollte der Theaterverein seine Fürsorge angedeihen lassen und diese Absicht fand im Sommer 1833 ihre schönste Verwirklichung. Felix Mendelssohn-Bartholdy leitete an den Pfingsttagen das rheinische Musikfest und wurde auf drei Jahre zum städtischen Musikdirector gewählt. Den Bemühungen Immermanns und Schadows...
Seite 24 - ... Ereignifs ein, ohne das die Bestrebungen der bayerischen Kurfürsten nur Stückwerk geblieben wären : die Widmung der Festungswerke nebst Glacis zu Promenadenanlagen und deren Ueberweisung an die Stadt durch Napoleon I. Am 17. December 1811 verordnete er von Paris aus: „Die alten Festungswerke und der Glacis werden der Stadt geschenkt, um nach dem Verschönerungsplan mit Bäumen bepflanzt und zu öffentlichen Spaziergängen eingerichtet zu werden.
Seite 68 - ... widersetzen, wenn sie ihrem Wahn und ihrer Eitelkeit nicht f röhnen. Es macht mir übrigens Freude, bei dieser Gelegenheit auszusprechen, daß Derjenigen, mit welchen unzufrieden zu seyn, ich gerechte Ursache habe, nur Einzelne sind, und daß » die Mehrzahl der Mitglieder, und namentlich derjenigen, welche Hauptfächer bekleiden, sich beeifert, der Anstalt zu nützen, mir in meinem Wirken entgegenzukommen, und selbst ungewöhnliche Anstrengungen nicht zu scheun. Diesen Ehrliebenden und wohlgesinnten...

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