Die Welt der Gothics: Spielräume düster konnotierter Transzendenz

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VS Verlag für Sozialwissenschaften, 24.04.2008 - 335 Seiten
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Einleitung Ausgangspunkt der vorliegenden Studie ist das Phänomen des jugendzentristi- 1 schen Satanismus , in dessen Umfeld Problemjugendliche vermutet werden, die sich an satanistischem Gedankengut orientieren. In einschlägigen Survey-Studien 2 erfuhr dieser Problemkomplex nur wenig Behandlung , da ein eklatanter Mangel an Wissen über die Konstitution und Funktionsweise von (Jugend-)Szenen herrscht, in denen okkulte und/oder satanistische Orientierungen bzw. Praxen eine Rolle spielen. Ohne ein solches Wissen bleibt allerdings unklar, inwiefern - stimmte Ästhetiken auch bestimmte Wertvorstellungen und v. a. Handlungspraxen implizieren, ob die Szenen hinsichtlich Überzeugungen und Handlungspraxen in sich homogen sind oder ob entscheidende Differenzen existieren, und wenn ja, wie diese sich äußern. Darüber hinaus bleibt ungewiss, wie satanistisches Ged- kengut angeeignet wird, d. h. ob mit solchen Ideologien und Ästhetiken bloß ko- 3 kettiert wird, ob sie umgedeutet oder orthodox ausgelegt werden. Einflussreichstes Beispiel für die Nähe von jugendkulturellen Szenen zu - tanistischen Orientierungen und Gedankengut ist die so genannte ,schwarze S- ne’, auch als ‚Gruftie-’ oder ,Gothic-Szene’ bezeichnet. Die Szene existiert bereits seit den 1980er Jahren und geriet seither immer wieder in Verdacht, sich auf sa- nistisches und/oder rechtsradikales Gedankengut zu stützen. Sie hat darüber h- aus eine große, überregionale Verbreitung erfahren und organisiert sich mittels 1 Im Unterschied zu geschlosseneren Formen des Satanismus wie Logen oder Orden (vgl. De- scher Bundestag 1998). 2 Vgl. etwa Deutscher Bundestag 1998. 3 Prominentestes Beispiel, an dem solche Differenzierungen scharf zu Tage treten und sich prototypisch illustrieren lassen, ist der so genannte ,Ritualmord von Witten’ (06. 07.

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Verweise auf dieses Buch

Über den Autor (2008)

Prof. Dr. Klaus Neumann-Braun ist Ordinarius für Medienwissenschaft an der Universität Basel/Schweiz.

Dr. Axel Schmidt ist Assistent am Institut für Medienwissenschaften der Universität Basel/Schweiz.

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